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Blitzmarathon

Die Polizei Bremen beteiligt sich am 18. und 19. September am 2. bundesweiten 24-Stunden-Blitz-Marathon. Die Aktion soll dazu beitragen, die Bevölkerung für das Thema Geschwindigkeit zu sensibilisieren.
Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle ist in Bremen im vergangenen Jahr um 524 auf insgesamt 17333 Unfälle angestiegen. Dabei verletzten sich 2705 Menschen, zum Teil lebensgefährlich. Hauptursachen sind nach wie vor zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Abstand. Da in der Regel schwere Verletzungen mit überhöhter bzw. nicht angepasster Geschwindigkeit einhergehen, legt die Polizei Bremen seit Jahren einen Schwerpunkt ihrer Verkehrssicherheitsarbeit auf Geschwindigkeits- und Abstandskontrollen.


Aufgrund der guten Täterbeschreibung konnte eine Streife am Sonntagnachmittag einen flüchtigen Räuber stellen. Der 39-Jährige hatte eine 33 Jahre alte Frau direkt nach dem Geldabheben vor einer Bank in der Bremer City ausgeraubt.
Die 33-Jährige hatte am frühen Nachmittag an einem Geldautomaten an der Domsheide Bargeld abgehoben. Als sie die Bankfiliale verließ, schlug ihr plötzlich ein fremder Mann mit dem Ellenbogen gegen den Kopf. Anschließend riss der Angreifer an ihrer Handtasche, entnahm das soeben geholte Bargeld und flüchtete in Richtung Marktplatz. Die 33-Jährige zeigte die Raubtat sofort an der Wache Innenstadt an. Dabei beschrieb sie den Täter sehr genau. Daraufhin konnte eine alarmierte Streife den Räuber, der sich ein einem Gebüsch in Bahnhofsnähe versteckt hielt, wenig später fassen. Die Beute fanden die Beamten bei dem drogenabhängigen 39-Jährigen nicht mehr, dafür frisches Spritzbesteck und ein Päckchen Heroin. Er wurde vorläufig festgenommen.
Vor diesem Hintergrund ein Hinweis der Polizei: Sollten Sie Opfer ein Straftat geworden sein, alarmieren Sie sofort die Polizei. Prägen Sie sich Tätermerkmale und Fluchtrichtung ein und geben Sie die Hinweise an die Polizei weiter. So können, wie in diesem Fall auch, Täter gefasst bzw. wichtige Täterhinweise erlangt werden.


Samstagnacht sorgte ein 20-jähriger Mann in Bremen-Lesum für Aufregung in der Nachbarschaft. Der offenbar stark alkoholisierte Mann heizte mit seinem Fahrzeug mehrfach in Schlangenlinien durch die Straße.
Gegen 2 Uhr in der Nacht wurden einige Anwohner der Straße „Auf der Halm“ durch lautes Geschrei und unüberhörbare Motorengeräusche geweckt. Ein Blick aus dem Fenster zeigte, dass offenbar ein junger Mann mit seinem grauen BMW die Straße mit hoher Geschwindigkeit auf und ab fuhr. Als die alarmierten Polizeibeamten eintrafen, befand sich der Wagen mitten auf der Straße. Auf dem Fahrersitz wurde der betrunkene Mann angetroffen, der über die Anwesenheit der Polizisten gar nicht erfreut war. Nachdem er einige Beleidigungen zum Besten gegeben hatte, fing der Mann auf offener Straße an zu urinieren und versuchte dabei die Beamten zu treffen. Der Fahrer zeigte sich wenig kooperativ und wollte sich weder ausweisen, noch war er in der Lage sich einem Alkoholtest zu unterziehen. Nach etlichen weiteren Beschimpfungen und erheblichem Widerstand wurde der Mann schließlich festgenommen und mit auf die Wache genommen.
Auch auf der Polizeiwache leistete der junge Mann erheblichen Widerstand und gab pausenlos Beleidigungen von sich. Für einen durch die Staatsanwaltschaft Bremen angeordneten Blutalkoholtest waren fünf Beamte nötig, die den Mann einigermaßen ruhig stellen konnten. Bis zu seiner Ausnüchterung wurde er über die Nacht in Gewahrsam genommen.


Am Freitagabend überfielen zwei bislang unbekannte Täter zwei Mitarbeiterinnen eines Supermarktes in einem Einkaufscenter in Bremen-Walle. Die Räuber flüchteten anschließend mit einem blauen Koffer mit Geld. Die Polizei sucht nun nach Zeugen.
Die Täter hatten sich zunächst im Geschäft bis kurz nach Ladenschluss versteckt. Als nur noch zwei 20 und 55 Jahre alte Angestellte dort waren, wurden diese von den Tätern sofort angegangen. Anschließend fesselten sie die Frauen und schlossen sie ein. Zwischenzeitlich lösten sie die Fesselung, um sich den Tresor öffnen zu lassen. Die Täter verstauten das Bargeld in einem blauen Hartschalen-Koffer aus dem Laden-Sortiment. Anschließend flüchteten sie unerkannt über eine Laderampe.
Beide Frauen blieben unverletzt, jedoch standen sie, insbesondere die erst 20-Jährige, auch noch einige Zeit nach der Tat sehr unter dem Eindruck des Geschehens. Sie wurden in die Obhut von Angehörigen gegeben.
Die Polizei sucht Zeugen und fragt: Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht? Wem sind gegen 20 Uhr zwei Männer mit einem blauen Koffer im Tatortbereich aufgefallen? Die Täter waren zwischen 25 und 30 Jahre alt und dunkel gekleidet. Einer soll etwa 1,85 Meter groß sein und einen Drei-Tage-Bart haben. Sein Komplize wird kleiner (ca. 1,70 Meter) beschrieben. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 362-3888 entgegen.


Bereits Anfang August hatte ein 53 Jahre alter Bremer sein gebrauchtes Motorrad über ein Online-Auktionshaus an einen Dänen verkauft. Zur Abwicklung des Verkaufs hatte er seine Handynummer als Kontaktmöglichkeit angegeben. Seitdem erhielt der Bremer Drohanrufe eines unbekannten Täters, der sich als Käufer ausgab und Rückzahlungen wegen eines angeblichen Mangels forderte. Die Polizei warnt vor dieser seit mehreren Jahren bundesweit bekannten Masche!
Eine Woche nach Verkauf seines Motorrades erhielt der 53-Jährige Bremer mehrere Anrufe vom vermeintlichen Käufer unter einer libanesischen Rufnummer (Vorwahl: 00961-), dass das gebrauchte Kraftrad einen Motorschaden hätte und kaputt sei. Der unbekannte Anrufer forderte ungestüm die sofortige Überweisung von 5000 Euro, sonst würde er ihn in Deutschland aufsuchen und umbringen. Der Bremer erhielt seitdem über 30 Anrufe, in denen er massiv von dem Unbekannten bedroht wurde. So schüchterte er den 53-Jährigen unter anderem damit ein, Kontakte zur einschlägigen Rockerszene zu haben. Aus Angst, dass ihm oder seiner Familie etwas angetan werden könnte, erstattete der Bremer schließlich Anzeige bei der Polizei.
Ermittlungen ergaben, dass es sich hier um eine bundesweit bekannte Vorgehensweise handelt. Dabei weiß der rechtmäßige Käufer nichts von den Anrufen, das Fahrzeug selbst ist nicht defekt. Die Täter sichten einschlägige Online-Portale, um so an die Rufnummern ihrer Opfer zu gelangen, sie in der beschrieben Weise zu bedrohen und mit unberechtigten Forderungen zu konfrontieren.
Die Polizei warnt vor weiterem Auftreten! Beenden Sie bei Anrufen mit der Vorwahl: 00961- oder bei sonstigen verdächtigen Begebenheiten das Telefonat und verständigen Sie die Polizei.

Mittwochvormittag wurde Polizeidiensthund Crawford seiner Rolle gleich doppelt gerecht.
Zuerst rettete er zusammen mit seiner Herrin drei verwahrloste Hunde und entdeckte anschließend zwei Kilo Marihuana.
Anwohner hatten die Polizei informiert, weil sie sich Sorgen um den Hundehalter und seine drei Hunde machten. Die Hunde hielten sich bereits seit mehreren Tagen alleine in der Wohnung und im Garten auf. Das Verhalten des Staffordshirerüden und zwei Welpen derselben Rasse sei immer aggressiver geworden.
Zunächst wurden die Hunde durch das Team von der Diensthundestaffel gesichert und mit einem Tiertaxi ins Tierheim gebracht.
Auf der Suche nach dem Herrchen erschnüffelte Crawford in dessen Kellerwohnung mehrere Tüten gefüllt mit Marihuana. Bei der folgenden Durchsuchung wurden noch eine Feinwaage und diverses Verpackungsmaterial entdeckt. Das Wiegen der Drogen ergab ein Gewicht von 2000 Gramm.
Gegen den Wohnungsbesitzer wurde ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.


In den vergangenen Nächten kontrollierten Beamte der spezialisierten Verkehrsüberwachung im Bereich der Autobahn 1 mehrere Kleintransporter. Am häufigsten wurde bei den Fahrzeugen Überladung und das nicht einhalten der Ruhezeit beanstandet.
Die sogenannte „Sprinter“-Klasse (3500kg zul. Gesamtgewicht) ist immer wieder an schweren Verkehrsunfällen beteiligt. Dies liegt zum einen daran, dass die oftmals jungen, unerfahrenen Fahrer mit ihren Transportfahrzeugen keiner Geschwindigkeitsbegrenzung unterliegen. Ebenso werden Ladungssicherung, die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichtes sowie die Lenk- und Ruhezeiten oftmals stark vernachlässigt.
Grund genug für Beamte der spezialisierten Verkehrsüberwachung Fahrzeuge dieser Klasse zu überprüfen. Insgesamt wurden durch die Beamten 66 Fahrzeuge kontrolliert. Davon wurden 39 Fahrzeuge beanstandet und 14 Fahrer durften nicht weiterfahren. Deutlich hervor stieß dabei ein Fahrzeug aus Polen, was insgesamt
um 37 Prozent überladen war. Zusätzlich war der 33-jährige Fahrer bereits seit elf Stunden unterwegs. Für ihn war die Fahrt an dieser Stelle erstmal zu Ende. Es wurde eine neunstündige Ruhezeit angeordnet, außerdem musste das Fahrzeug abgeladen werden, um das ordnungsgemäße Gewicht herzustellen. Auf den Fahrer und Halter kommt nun ein Bußgeld in Höhe von mehreren hundert Euro zu.
Auch in Zukunft wird die Polizei verstärkt Kontrollen von Fahrzeugen der „Sprinter“-Klasse durchführen.


In Bremen versuchten am Mittwochnachmittag erneut falsche Polizeibeamte, ältere Mitbürger mit abenteuerlichen Erfindungen hereinzulegen. Die Polizei warnt vor den dreisten Trickbetrügern!
Am frühen Nachmittag rief ein Mann einen 80-Jährigen in Horn an und stellte sich als Polizist vor. Er gab an, die Polizei hätte bei Abhörmaßnahmen ermittelt, dass bei dem Rentner demnächst eingebrochen und auch seine Konten leer geräumt werden sollen. Ein Einsatzkommando sei vor Ort an den Straßenecken postiert und observiere das Haus. Als der angebliche Polizist nach Wertgegenständen und Geld im Haus fragte, wurde der 80-Jährige misstrauisch. Er verneinte, woraufhin der Anrufer ihn anwies, sein gesamtes Bargeld vom Konto abzuheben. Daraufhin reagierte der Pensionär goldrichtig und legte auf. Anschließend rief er über Notruf die Polizei. Zwei ähnliche Fälle wurden wenig später wiederum in Horn und Schwachhausen bekannt. Die Anrufer gaben sich auch hier als Polizist aus und warnten eine 65-Jährige und eine 69 Jahre alte Frau vor einem unmittelbar bevorstehenden Einbruch durch eine russische Bande. Das SEK und Scharfschützen ständen schon für einen Zugriff bereit. Der Betrüger fragte die Rentnerinnen explizit nach Bargeld und Schmuck im Haus. In beiden Fällen legten die Angerufenen auf und alarmierten die Polizei.

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