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Am Montagmittag wurde ein 43 Jahre alter Bremer in Walle Opfer von dreisten Betrügern. Auf der Straße angesprochen, kaufte er von Fremden ein Smartphone und ein Notebook. Statt der erhofften Ware erhielt der 43-Jährige jedoch nur billige Lebensmittel. Die Polizei warnt vor der Masche.
Der 43-Jährige war zu Fuß auf dem Heimweg, als er in der Holsteiner Straße von zwei Männern aus einem schwarzen Coupe heraus angesprochen wurde. Die Unbekannten boten ihm ein teures Handy plus Notebook für wenig Geld an, da man sich in einer finanziellen Notlage befinden würde. Durch den Verkauf der Geräte wollten beide ihre Heimreise nach Spanien finanzieren. Sie zeigten spontan Kaufbelege vor, um zu beweisen, dass die Sachen auch nicht geklaut waren. Der 43-Jährige zeigte Interesse und man einigte sich schließlich auf einen Kaufpreis. Nachdem er bezahlt hatte, händigten die Verkäufer ihm eine Laptoptasche mit der Ware aus. Die Männer fuhren anschließend mit ihrem schwarzen Pkw mit belgischen (roten) Kennzeichen davon. Als der 43-Jährige die Tasche zu Haus öffnen wollte, stellte er mit Entsetzen fest, dass der Reißverschluss mit Flüssigkleber zugeklebt war. Nach gewaltsamen Öffnen dann die zweite böse Überraschung: Anstelle der Hightech-Geräte befanden sich nur Pappe, ein Kilo Mehl und Zucker sowie ein Päckchen Seife in der Tasche. Der betrogene Mann erstattete darauf Anzeige bei der Polizei. Die etwa 30 und 45 Jahre alten Täter werden als Osteuropäer beschrieben. Hinweise bitte an die Polizei unter 362-3888.


Gestern Abend überfielen drei 16 Jahre alte Verdächtige eine 56-jährige in der Fußgängerzone in Bremen-Vegesack. Durch wertvolle Zeugenhinweise, polizeiliche Fahndungsmaßnahmen und erste Vernehmungen konnten alle drei Täter ermittelt werden.
Gegen 18.30 Uhr sperrte die Bremen-Norderin ihren Kiosk zu und machte sich auf den Weg zu einer Bank-Filiale. Kurz bevor sie das Geldinstitut erreichte, kam ihr ein Jugendlicher entgegen und versuchte sowohl Handtasche als auch Plastiktüte zu entreißen. Die Dame setzte sich resolut zur Wehr, musste aber, da plötzlich ein zweiter junger Mann den Räuber unterstützte, die Tüte loslassen. In ihr befanden sich lediglich diverse Schachteln Zigaretten.
Ein Passant setzte den Jugendlichen nach und lieferte den zügig eintreffenden Einsatzkräften der Polizei wichtige Hinweise zu den Verdächtigen. Aufgrund seiner Beobachtungen konzentrierten die Beamten ihre Suche auf den Bereich der Schulgrundstücke in der Kerschensteiner Straße. Dort trafen sie auf zwei der 16-Jährigen, die ihnen auch die bereits versteckte Beute zeigten. Ein dritter Beteiligter konnte nach den ersten Vernehmungen der Beiden ermittelt werden.
Die Jugendlichen hatten die Raubtat nach eigenen Angaben bereits am Wochenende zuvor geplant, um mit Hilfe der zu erwartenden Beute ihre Schulden zu begleichen.
Gegen alle drei Jugendlichen wurde ein Strafverfahren wegen Raubes eingeleitet.


Nach einem Vorfall auf einem Polizeirevier in Bremen-Mitte, hat die Polizei von Amts wegen gegen einen 47 Jahre alten Polizeibeamten Strafanzeige wegen Körperverletzung im Amt gestellt. Er soll einen jugendlichen Straftäter geohrfeigt haben. Das beim Senator für Inneres ansässige Referat für Interne Ermittlungen hat die Bearbeitung übernommen.
In der Nacht vom 20. auf den 21. September wurde ein 16 Jahre alter Algerier, der zur Gruppe der unbegleiteten Flüchtlinge gehört, nach einem Diebstahl als Tatverdächtiger mit zur Wache Innenstadt genommen. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen sollte er dem Jugendnotdienst übergeben werden. Nachdem der 16-Jährige dem 47 Jahre alten Polizisten den Mittelfinger gezeigt haben soll, reagierte dieser nach Angaben der Amtsmitarbeiter mit einer Ohrfeige. Nachdem der Jugendliche, der zur Gruppe der etwa 15 priorisierten Straftäter gehört, in Obhut des Jugendnotdienstes war, erhob er grundsätzliche Vorwürfe gegen das Einschreiten der Polizei.
Die Behördenleitung erhielt  von dem Geschehen Kenntnis und leitete umgehend die nötigen Schritte ein. Die Ermittlungen zu der Straftat und ggf. weiteren Vorwürfen werden vom Referat für Interne Ermittlungen geführt.

Eine Gruppe von Jugendlichen, die zum Teil in Übergangswohnheimen in Bremen untergebracht sind, hielt die Polizei am Wochenende mit wechselseitigen Gewalttaten im Dauereinsatz. Die bis zu sechs 16 bis 18-jährigen Flüchtlinge aus Nordafrika und Guinea gerieten am Freitagnachmittag bei einem Fest in der betreuten Wohneinrichtung an der Berckstraße aneinander. Der Streit gipfelte in einem Handgemenge, wobei ein 18-Jähriger eine leichte Schnittwunde am Arm davon trug. Alarmierte Polizeibeamte mussten beide Lager trennen. Der Verletzte wurde zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert. Weitere Beteiligte erhielten Hausverbot. Am späten Samstagabend trafen die Rivalen erneut im Stadtteil aufeinander. Ein 17-Jähriger erhielt auf dem Weg zum Wohnheim von drei Mitbewohnern Schläge gegen den Kopf. Dabei erlitt er eine blutende Kopfplatzwunde. Wutentbrannt kehrte der 17-Jährige daraufhin in das Wohnheim zurück, um mit einem Messer bewaffnet seine Kontrahenten erneut aufzusuchen. Betreuer riefen die Polizei, der 17-Jährige konnte gestoppt werden. Die Polizisten veranlassten über den Jugendnotdienst eine getrennte Unterbringung der Jugendlichen. Nur einen Tag später kam es abermals zu einem gewalttätigen Vorfall zwischen den Beteiligten im Wohnheim in der Berckstraße. Sie bedrohten sich gegenseitig mit Messern, Schaufeln, Gürteln und Ziegelsteinen. Sozialarbeiter gingen sofort dazwischen und konnten die Lage beruhigen. Die Polizei wurde alarmiert, die Jugendlichen flüchteten unterdessen. Eine dreiviertel Stunde später musste die Polizei zu einer Prügelei am Bahnhofsvorplatz ausrücken. Die Jugendgruppe trug ihre Fehde nun hier aus und griff sich gegenseitig an. Ein 16-Jähriger erlitt dabei eine blutende Schnittwunde an der Hand. Drei Tatverdächtige konnten festgenommen werden. Sie wurden nach Beendigung aller Maßnahmen in die Obhut des Kinder- und Jugendnotdienstes übergeben.


Am Samstagabend überfiel ein bislang noch unbekannter Täter eine Tankstelle in den Häfen. Der Mann erbeutete Bargeld und Zigaretten. Anschließend flüchtete zu Fuß.
Der mit einem blau-weiß karierten Tuch maskierte Räuber betrat die Tankstelle am Hansator gegen 23.20 Uhr. Er bedrohte sofort zwei 23 und 31-jährige Angestellte mit einer abgebrochenen Bierflasche und forderte Bargeld und Zigaretten. Die so eingeschüchterten Mitarbeiter verstauten daraufhin die verlangten Sachen in einer vom Täter mitgebrachten Plastiktüte. Anschließend flüchtete er in Richtung Nordstraße.
Der Täter wird zwischen 20 und 30 Jahre alt, etwa 1,75 Meter groß mit normaler Statur und mit kurzen, dunkelblonden Haaren beschrieben. Zur Tatzeit trug er eine blaue Jeans und eine schwarze Lederjacke. Auffällig war seine Maskierung mit einem blau-weiß karierten Tuch vor dem Gesicht. Er sprach mit osteuropäischem Akzent.


Bei einer gewalttätigen Auseinandersetzung im Bremer Hauptbahnhof sind am späten Freitagabend zwei Jugendliche mit Messerstichen verletzt worden. Ein 16-Jähriger erlitt lebensbedrohende Verletzungen, ein 14-Jähriger wurde leicht verletzt. Wer die Täter sind, ist noch unklar.
Die beiden Jugendlichen waren mit anderen jungen Leuten gegen 23 Uhr in einen Zug nach Hamburg gestiegen. Kurz nachdem der Zug angefahren war, kam es im Zugabteil zu gewalttätigen Auseinandersetzungen innerhalb der Jugendgruppe. Ein Fahrgast stoppte den Zug daraufhin noch im Bahnhof durch eine Notbremsung. Beamte der Bundespolizei fanden die durch Messerstiche verletzten 14- und 16-Jährigen noch im Abteil. Nach ersten Rettungsmaßnahmen wurden sie in Krankenhäuser gebracht. Der 16-Jährige schwebt zurzeit in Lebensgefahr. Zug und Bahnsteig wurden geräumt und mussten für mehrere Stunden für die Spurensuche gesperrt werden. Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen konnten bislang keine Tatverdächtigen ermittelt werden.
Hintergründe zur Tat sind bisher noch nicht bekannt. Bei den Verletzten handelt es sich um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die in Bremen untergebracht sind.
Die Ermittlungen und Zeugenvernehmungen dauern derzeit an. Hinweise werden an den Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 362-3888 erbeten.Bild:www.pixabay.com nach Lizenz: CC0 Public Domain


In den frühen Morgenstunden des 24. September begaben sich zwei Streifenwagenbesatzungen auf die Suche nach vier freilaufenden Pferden im Stadtgebiet, da diese von einem Anrufer über den Notruf der Polizei Bremen gemeldet wurden.
Zwei der „Herumtreiber“ entdeckten die Einsatzkräfte in der Carl-Krohne-Straße, wo sie sich am Gras eines Kleingartengrundstücks gütlich taten. Es gelang den Polizisten, die beiden Ponys ohne große Gegenwehr anzuleinen. Da bis dahin noch nicht ermittelt war, woher die Tiere stammten, wurden sie zu Fuß zum Streichelzoo „Wilder Westen“ im Halmerweg geführt und auf eine freie Koppel gebracht.
Als etwa drei Stunden später zwei der beteiligten Beamten erneut die Carl-Krohne-Straße durchfuhren, fielen ihnen zwei Radfahrerinnen auf, die offenbar suchend die Straße hinab fuhren. Im Klosternelkenweg entdeckten die Polizisten neben weiteren jungen Frauen auch einige am Boden liegende Halfter, sodass schnell klar wurde, dass hier nach Pferden oder Ponys gesucht wurde.
Nachdem sie erklärt hatten, wo sich die beiden Vermissten befinden würden, halfen die Beamten noch, den Fluchtweg der Tiere zu ermitteln: Durch einen gerissenen Weidedraht hatte die Umzäunung die Spannung verloren, sodass die Tiere in der hinteren Ecke der Weide ungehindert das Weite suchen konnten. Insgesamt waren nach Auskunft der Besitzerinnen elf Pferde „auf der Flucht“ gewesen, von denen sich die meisten noch auf offenen Parzellengrundstücken aufgehalten hatten.
Nachdem die Pferdehalterinnen den Zaun wieder in Ordnung gebracht hatten, holten sie die beiden Flüchtlinge beim Streichelzoo ab und brachten sie zurück auf ihre angestammte Weide.


Gestern Nachmittag durchsuchten Einsatzkräfte von Polizei und Zoll nach längeren vorausgegangenen Ermittlungsarbeiten insgesamt sieben Objekte nach Betäubungsmitteln und etwaigen Beweismitteln, die damit in Zusammenhang stehen könnten. Dabei wurde eine Gesamtmenge von mindestens 27 Kilogramm Amphetaminen sichergestellt. Betroffen waren vier Wohneinheiten im Bremer Süden und drei weitere in Sachsen-Anhalt.
Als herausragende Fundstelle kristallisierte sich für die Ermittler ein Mehrfamilienhaus in der Den Haager Straße in Huchting heraus. Dort beobachteten Einsatzkräfte ein Drogengeschäft, bei dem ein 32-jähriger Bremer einen 28-jährigen Mann aus Sachsen-Anhalt in die Wohnung eines 60 Jahre alten Mannes führte. Anschließend verließen beide gemeinsam das Haus, aus dem sie gerade circa sieben Kilogramm Amphetamine geholt hatten. Beide Männer wurden unmittelbar nach dem Verlassen des Hauses festgenommen.
Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen fanden die Ermittler in der Den Haager Straße weitere 20 Kilo verdächtiger Substanzen, bei denen es sich vermutlich auch um Amphetamine handelt. Außerdem stießen sie auf eine 21 Jahre alte Frau und einen 32-jährigen Mann, die ebenfalls als tatverdächtig gelten.
Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft ermitteln in diesem Zusammenhang gegen die fünf Tatverdächtigen im Alter von 21 bis 60 Jahren wegen des Handelns mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die schwangere 21-Jährige musste nach ihrer Festnahme von Sanitätern in ein Krankenhaus gebracht werden. Dort konnte sie allerdings am späten Nachmittag wieder entlassen werden.
Der 32-jährige Bremer und der Verdächtige aus Sachsen-Anhalt werden heute noch dem Haftrichter vorgeführt. Die Ermittlungen aller beteiligten Behörden dauern an.
Die designierte Leiterin des Landeskriminalamtes Bremen, Andrea Wittrock, und der Leiter des Zollfahndungsamtes Hannover, Thomas Lieske, sind sich einig, dass die gemeinsame enge Zusammenarbeit aller Polizei- und Zollbehörden entscheidend zu solch herausragenden Erfolgen beiträgt.

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