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Bundespolizisten haben bei der Luftsicherheitskontrolle eines Fluges von Bremen nach Frankfurt eine Patrone "9 Millimeter x 19" in der Geldbörse eines 42-jährigen Fluggastes gefunden. Angeblich hat er sie darin vergessen. Einen Nachweis, der ihn zum Besitz von Waffen oder Munition berechtigt, hatte der Mann nicht.
Die Patrone wurde sichergestellt. Es folgte eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Weil der Mann keinen Wohnsitz in Deutschland hat, wurde nach Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Sicherheitsleistung von 600,- Euro erhoben.

Damit Kinder von der Kita bis zur Grundschule eine durchgängige Sprachbildung und Förderung erhalten, wurde heute (Montag, 15. Juni 2015) ein Modellprojekt mit fünf Standorten in der Stadtgemeinde Bremen gestartet. An den fünf Projektstandorten werden bereits bestehende Kooperationen zwischen Grundschulen und Kitas weiterentwickelt. Den Auftakt für das Projekt machte heute ein Fachtag für Erzieherinnen, Erzieher und Lehrkräfte im Landesinstitut für Schule. "Gute Bildung, unterstützt von beiden pädagogischen Einrichtungen, Kita und Schule, und begleitet von den unterschiedlichen Professionen hat ein großes Potenzial, damit die Kinder ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben führen können", sagte Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt. "Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Deshalb müssen wir mit der systematischen Unterstützung der kindlichen Sprachentwicklung so früh wie möglich beginnen. Wir brauchen eine bessere Verzahnung zwischen Kita und Grundschule. Die Einrichtung der fünf Modellstandorte ist ein wichtiger Schritt, damit alle Kinder die gleichen Bildungschancen erhalten."
Die Teilnehmenden der Fachtagung
Die Teilnehmenden der Fachtagung "Schlüsselkompetenz Sprache – Sprachbrücken bauen"
Die Institutionen werden inhaltlich, personell und organisatorisch so verbunden, dass eine durchgängige sprachpädagogische Begleitung für Kinder ermöglicht wird. Dabei liegt der Fokus auf der systematischen Sprachbildung, der gezielten Unterstützung von Kindern mit spezifischem Sprachförderbedarf und der Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen.
Senatorin Quante-Brandt betonte: "Die frühkindliche Bildung über die Grenzen der Einrichtungen und Ressorts gemeinsam zu entwickeln, ist uns ein großes Anliegen. Was die Kita an guter Arbeit leistet, wird in der Schule weitergeführt. Die gemeinsame Abstimmung der Ziele macht eine ganzheitliche Entwicklung und Bildung der Kinder möglich."
Besonders die frühkindliche Bildung gehöre ins Zentrum, dies sei auch ein erklärter Schwerpunkt für die kommende Legislatur. Das Projekt der Modellstandorte sei auch ein Signal für diese Schwerpunktsetzung.
"Es ist unser gemeinsames Ziel, die Kinder hier multi-professionell so zu unterstützen, dass sie die Möglichkeit haben, ihre Sprache so zu entwickeln, dass sie die Anforderungen auch meistern können. Ich bin sehr froh, dass sich Kitas und Schulen noch intensiver auf den Weg aufmachen, um diese Aufgabe gemeinsam anzugehen. Das Kind in den Mittelpunkt zu stellen und dann zu sehen, welcher Pädagoge mit welcher Profession dem Kind am besten in seiner sprachlichen Entwicklung helfen kann, ist die spannende Aufgabe."
Beteiligte Schulen: Schule am Pastorenweg, Schule an der Robinsbalje, Schule an der Stichnathstraße, Schule an der Paul-Singer-Straße, Schule am Wasser.
Bislang beteiligte Kitas: KuFZ Pastorenweg, Kinderhaus Quirli, KuFZ Robinsbalje, KuFZ Stichnathstraße, AWO Kita-Kinderhaus Annemarie Mevissen, KuFZ Carl-Severing-Straße, KuFZ Haus Windeck.
Foto: Pressestelle Senatorin für Bildung und Wissenschaft

Die Senatorin Stahmann für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen: Großteil der Fälle wird rechtzeitig beschieden

Die Arbeiten zur Rückzahlung der Kita-Beiträge nach dem OVG-Urteil vom Herbst vergangenen Jahres laufen bei der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen auf Hochtouren. "Wir haben in diesen Tagen die Träger der Kindertagesbetreuung über den Stand des Verfahrens und das weitere Vorgehen zur Erstattung der Beiträge unterrichtet", sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann. Inzwischen seien alle technischen Möglichkeiten einer computergestützten Rückzahlung ausgereizt. Dabei sei eine Reihe von Fällen übrig geblieben, die allein mit einer Software-Lösung nicht abzuwickeln seien. "Diese Fälle müssen einzeln nachbearbeitet werden." Es sei weiter davon auszugehen, dass der Großteil aller Fälle noch in diesem Kindergartenjahr beschieden werde, betonte die Senatorin. Erste Bescheide sollen Anfang Juli versandt werden.
Insgesamt geht es um rund 35.000 Fälle, in denen Rückerstattungen vorgesehen sind. EDV-technische Lösungen werden für einen großen Teil der Berechnungen eingesetzt. Die Verfahren stoßen aber insbesondere bei kleineren Trägern mit unterschiedlichen Finanzbuchhaltungssystemen an ihre Grenzen. Diesen Einrichtungen ist nun empfohlen worden, die Erstattungssumme nach Lage ihrer Akten manuell zu berechnen. "Das kann pro Einzelfall zwischen 10 Minuten und einer Stunde dauern", sagte Senatorin Stahmann. Das zeige unter anderem die Erfahrung von einigen Trägern, die die Nachberechnung auf diesem Wege bereits erprobt haben. Personelle Unterstützung könnten die Träger durch externe Kräfte bekommen oder durch Reaktivierung ausgeschiedener Kolleginnen und Kollegen sowie Teilzeitkräfte, die vorübergehend ihre Stundenzahl aufstocken. "Die Fälle werden auf diese Weise nach und nach abgearbeitet", erläuterte Senatorin Stahmann. "Es ist daher davon auszugehen, dass Bescheide noch im August oder im September versandt werden."
Auch beim großen städtischen Träger KiTa Bremen lassen sich nicht alle Fälle über die Datenverarbeitungssysteme automatisiert berechnen. "Das EDV-System ist auf die Möglichkeit einer Erstattung nicht ausgelegt", erläuterte Senatorin Stahmann. "Das macht sich besonders bemerkbar, wenn im Laufe der Zeit die Beitragshöhe gesunken oder gestiegen ist, weil Betreuungsumfang oder Einkommensverhältnisse der Eltern sich verändert haben." Diese Fälle müssten von Hand nachbearbeitet werden. Dazu seien derzeit fünf Kräfte angestellt, die mehr als 3.000 von insgesamt 12.500 Fällen bei KiTa Bremen bearbeiten.
Wegen des besonderen Beitragsverfahrens in Elternvereinen gibt es dort ein gesondertes Erstattungsverfahren. Mütter und Väter können eine Bescheinigung ihres Elternvereins über die gezahlten Beiträge erst nach der letzten Monatsrate im laufenden Kindergartenjahr erhalten, also im Juli. Mit dieser Bescheinigung müssen sie in der Sozialbehörde den Antrag auf Erstattung stellen. Grund für dieses Verfahren ist der Datenschutz, die Sozialbehörde hat keinen Zugriff auf die Daten von Eltern in Elternvereinen. "Je früher der letzte Kita-Beitrag gezahlt ist, desto früher können Eltern die Erstattung beantragen", sagte Senatorin Stahmann.
Bereits abgeschlossen ist die Neufestsetzung der Beiträge. "Die meisten Eltern zahlen bereits seit mehreren Monaten den abgesenkten Beitrag", sagte Anja Stahmann. Ausnahme seien wiederum nur die Elternvereine. Aus Datenschutzgründen hat es dort ein automatisiertes Verfahren nicht gegeben, die Neufestsetzung der Beiträge erfolgt erst zum kommenden Kindergartenjahr ab August. Das Rückerstattungsverfahren setzt im Juli ein. Insgesamt handelt es sich um rund 3.500 Fälle.
Anlass für die Neuberechnung ist ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts vom Oktober 2014. Es hatte die aktuelle Beitragsordnung für Kindergärten und Horte in der Stadtgemeinde Bremen für unwirksam erklärt. Der Senat hat auf Rechtsmittel verzichtet und Mitte Dezember beschlossen, die Beiträge auf das Niveau vor der Anhebung im Januar 2013 abzusenken. Es sollen alle seit Januar 2013 zu viel gezahlten Beträge erstattet werden. Auf Grundlage des Urteils hat der Senat darüber hinaus Eltern aus den unteren drei Einkommensgruppen rückwirkend zum Januar 2013 vom Kita-Beitrag freigestellt. Damit sind Geringverdiener sogar bessergestellt als vor der Beitragsanhebung. Von der Regelung profitieren über 45 Prozent aller Eltern mit Kindern in Kitas und Horten in der Stadtgemeinde Bremen.
Die Kosten für Erstattung und Neuberechnung von Elternbeiträgen in Kitas und Horten für die Jahre 2013 bis 2015 belaufen sich voraussichtlich auf 12,9 Millionen Euro. Für die Betreuung von Kindern gibt die Stadt Bremen im Jahr 2015 fast 150 Millionen Euro aus. Die Summe der jährlichen Elternbeiträge beläuft sich auf ungefähr 13 Millionen Euro und liegt damit unter zehn Prozent der städtischen Aufwendungen.
Die zugesicherte Erstattung nach dem derzeit ausgesetzten Streik erfolgt unabhängig von der aktuellen Erstattung in einem separaten Verfahren. Sie betrifft nur Eltern, die ihre Kinder bei KiTa-Bremen in der Betreuung und Förderung haben.


Um der Kontrolle zu entgehen, hat ein 27-jähriger Schwarzfahrer aus Munster einen Polizeieinsatz und eine Bahnstreckensperrung verursacht: Bei Langwedel zog er am Freitagmittag die Notbremse einer Nordwestbahn. Obwohl die Bahn noch eine beträchtliche Geschwindigkeit hatte, betätigte er die Notentriegelung einer Tür und sprang aus dem Zug. Er erlitt eine Beinverletzung, lief zunächst neben der Strecke davon und brach dann zusammen.
Sofort wurde die Strecke gesperrt. Ein IC war von der Streckensperrung betroffen. Dessen Lokführer sah den Mann am Bahndamm und leistete Erste Hilfe. Gleichzeitig waren vier Streifenwagen der Polizeiinspektion Verden im Einsatz. Der 27-Jährige wurde festgenommen und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus eingeliefert. Es wird untersucht, ob er unter Drogeneinfluss stand.
Die Bahnstrecke Bremen - Hannover war eine Stunde gesperrt. Es verspäteten sich 21 Züge. Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen und Erschleichens von Leistungen.

Unter dem Vorwand Rauchmelder überprüfen zu wollen, erschlichen sich drei Männer Zugang zur Wohnung einer älteren Dame und erlangten so Wertgegenstände. Bereits am Freitaggegen 15Uhr gaben zunächst zwei Männer vor einen Rauchmelder überprüfen zu wollen.
Nachdem sie in die Wohnung einer 74jährigen Frau gelangt waren, kam nach kurzer Zeit ein weiterer dritter hinzu, der die Bewohnerin ablenkte. So gelang es den Tätern das Schlafzimmer zu durchsuchen und Schmuck zu erbeuten. Zwei Männer können wie folgt beschrieben werden: 180 - 185 cm groß, etwa 30 Jahre alt, gepflegte Erscheinung, schlank, schwarze kurze Haare. Sie ähnelten einander und waren bekleidet mit einem grauen Hemd und einer grauen Latzhose ohne Latz. Die Hose sei mit einem unbekannten Logo bedruckt gewesen.
Der dritte Mann wird genauso beschrieben, allerdings sei er kräftiger gewesen. Die Polizei sucht Zeugen. Hinweise zu den Fällen werden an den Kriminaldauerdienst unter der Rufnummer 362-3888 erbeten.


Offenbar auf Fische und Aquariumszubehör hatte es ein Einbrecher abgesehen, der am frühen Samstagabend in das ehemalige Verwaltungsgebäude des Bremer Vulkan einbrach und nach kurzer Verfolgung gestellt wurde.
Aber nun der Reihe nach: ein den Behörden bestens bekannter Mann gelangte am Samstag Abend in das seit Jahren zum überwiegenden Teil leerstehende Verwaltungsgebäude des Bremer Vulkan. Das jedoch blieb einem Zeugen nicht verborgen, der die Polizei rief.
Nach kurzer Zeit konnte die Besatzung eines Streifenwagens einen Mann in dem Haus beobachten, der durch mehrere Räume lief. Als er das Gebäude wieder verlassen wollte und die Polizei bemerkte, versuchte er sich dem Zugriff zu entziehen. Die Flucht endete allerdings bereits nach wenigen Minuten in einem angrenzenden Waldstück.
Der Blick ins Gebäude verriet, worauf es der Langfinger abgesehen hatte: auf Fische und Aquariumszubehör; die gute Nachricht: alle Fische sind wohlauf; die zumindest für den Täter schlechte: er wurde festgenommen; die Fortdauer der Haft wird geprüft.
Die Polizei bittet darum verdächtige Feststellungen über den Notruf 110 mitzuteilen. Mehr Informationen zum Thema Einbruch sind im Präventionszentrum der Polizei, Am Wall 195 (Tel.: 362 - 19003) oder im Internet unter www.polizei.bremen.de erhältlich.


Am Donnerstagabend wurde in der Neuen Vahr ein 13 Jahre alter Junge auf seinem Fahrrad von einem Bus erfasst und verletzt.
Der Junge befand sich auf dem Radweg der Stauffenbergstraße. Ohne auf den Verkehr zu achten, fuhr der 13-Jährige plötzlich über einen begrünten Parkstreifen auf die Fahrbahn, direkt vor den Bus eines 29 Jahre alten Fahrers. Der Busfahrer hatte seine Geschwindigkeit vor einer roten Ampel bereits verringert. Er leitete sofort eine Vollbremsung ein und wich aus, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Das Kind prallte seitlich gegen den Bus und schleuderte zu Boden. Der zunächst nicht ansprechbare Junge erlitt Kopfverletzungen. Nach einer Erstbehandlung von Rettungskräften wurde er zur stationären Behandlung in eine Kinderklinik transportiert. Der Busfahrer erlitt einen Schock.
Die Polizei empfiehlt erneut das Tragen eines Fahrradhelms. Ein Fahrradhelm kann zwar keine Unfälle vermeiden, aber die häufig schweren Kopfverletzungen für die Betroffenen verhindern oder reduzieren. Tipps hierzu geben Sicherheitsbeauftragte im Präventionszentrum der Bremer Polizei, Am Wall 195 und am Telefon unter der Rufnummer 362-19003.


Ein zwei Jahre altes Kind und sein Vater sind am Donnerstagabend auf dem Osterdeich von einem Auto erfasst und schwer verletzt worden.
Vater, Mutter und Sohn standen hinter ihrem auf dem Parkstreifen abgestellten Renault Megane. Beim Ausladen des Kofferraums rannte der Zweijährige plötzlich zwischen den geparkten Autos durch auf die Straße. Der 38 Jahre alte Vater versuchte noch vergeblich seinen Sohn zurückzuhalten: Beide wurden von einem stadtauswärts fahrenden Citroën Berlingo erfasst. Vater und Sohn wurden bei dem Unfall schwer verletzt und umgehend in Krankenhäuser gebracht. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Ärzte nicht. Die 71 Jahre alte Autofahrerin und die 21-jährige Mutter des Kindes erlitten einen Schock und wurden vor Ort von Angehörigen und Rettungskräften betreut.
Der Osterdeich musste während der Unfallaufnahme für eine Stunde komplett gesperrt werden.

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