Auf
dem Marktplatz vor der Bürgerschaft versammelte sich am Montag (28. Mai
2018) eine bunte kleine Gruppe von Menschen mit und ohne
Beeinträchtigung, ausgerüstet mit Fotoapparaten und Smartphones. Martin
Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, und
Landesbehindertenbeauftragter Dr. Joachim Steinbrück eröffneten hier das
neue Internetportal „Bremen Barrierefrei“.
Senator
Martin Günthner und der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim
Steinbrück begrüßen die „Instagramer“ vor der Bürgerschaft.
Unter dem Link
www.bremen.de/barrierefrei
gibt es ab sofort vielfältige Informationen für Menschen mit
Beeinträchtigungen. Der bekannte „Stadtführer barrierefreies Bremen“ ist
mit geprüften und verlässlichen Daten über Zugänglichkeit und
Nutzbarkeit von über 700 Einrichtungen das Kernstück des Portals.
Darüber hinaus werden auf den Seiten barrierefreie und inklusive
Angebote und Informationen gebündelt, die für Reise und Freizeit, für
Alltag und Arbeit sowie für die Mobilität in der Stadt wichtig sind.
Einiges ist hier auch in Leichter Sprache zu finden, wie z.B.
barrierefreie Rundgänge durch die Stadt.
„Es ist bemerkenswert,
wie aus dem Projekt, das eher zufällig mit dem Kirchentag im Jahre 2009
begann, über die Jahre Schritt für Schritt ein für Bremerinnen und
Bremer und für Touristinnen und Touristen gleichermaßen bedeutsames
Informationsportal entstanden ist, das auch bundesweit besondere
Anerkennung erfährt“, zeigte sich Senator Martin Günthner in seiner
Begrüßung beeindruckt von der Arbeit der vergangenen Jahre.
Ein Teil der „InstaWalk’n’Roll“-Gruppe auf ihrem barrierefreien Stadtrundgang.
Die
Gruppe mit Smartphone und Kamera in der Hand machte sich nach der
Begrüßung auf einen Rundweg durch die Bremer Altstadt zum ersten
inklusiven „InstaWalk´n`Roll“ Bremens. Zeitgleich eröffneten Senator
Martin Günther und der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Joachim
Steinbrück im Börsenhof A offiziell das neue Portal und informierten
sich zum Stand der Bearbeitung. Christoph Theiling vom Büro protze +
theiling und Vera Kulari von bremen.online stellten das neue
Internetportal kurz in Inhalt und Funktion vor.
„Das neue Portal
ist auch für blinde und stark sehbehinderte Menschen gut nutzbar und
sehr informativ. Bedanken möchte ich mich bei allen Unterstützerinnen
und Unterstützern, vor allem auch bei den Behindertenverbänden und bei
allen anderen Akteuren des Begleitausschusses, der das Portal ‚Bremen
barrierefrei‘ seit zehn Jahren konstruktiv begleitet“, beendete Joachim
Steinbrück die kurze Einführung in das neue Angebot der barrierefreien
Stadtseiten auf bremen.de.
Frank Stobäus ergänzte als Mitglied des
Arbeitskreises, der aus Menschen mit unterschiedlichen
Beeinträchtigungen besteht und das Projekt begleitet und berät: „Als
großer Werderfan bin ich in vielen Städten der Republik unterwegs und
weiß es sehr zu schätzen, dass es in Bremen mit dem neuen Internetportal
nun eine noch informativere Stelle gibt, an der alle relevanten
Informationen gesammelt zu finden sind. Verlässliche Infos über die
Zugänglichkeit und Nutzbarkeit, wie der Stadtführer sie bietet, sind für
Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer einfach unerlässlich, um
selbstbestimmt und entspannt unterwegs sein zu können.“
Gleichzeitig
wurden bereits die ersten Bilder vom „InstaWalk´n`Roll“ auf dem
Instagram-Account „Mein Bremen“ gezeigt. Pierre Demirel von der Bremer
Touristik-Zentrale leitete die Gruppe auf barrierefreien Wegen durch die
Altstadt und entlang der Schlachte, die so auch noch unbekannte Details
über ihre schöne Hansestadt erfuhr. Immer wieder strömten alle aus, um
Details und Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven einzufangen. Auch
ein passionierter Instagramer aus Hamburg war dabei. Am Ende näherte die
Gruppe sich dem bisher noch geheim gehaltenen Highlight mit
versprochenem „tollem Ausblick über die Stadt“. Das Gebäude auf dem
Teerhof 59 war das Ziel. Über Rampe und Fahrstuhl kamen alle problemlos
auf die riesige Dachterrasse. Bei strahlendem Sonnenschein, Getränken
und Brezeln genoss die Gruppe den weiten Blick und die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer des ersten inklusiven „InstaWalk´n`Rolls“ in Bremen
hatten noch ausreichend Gelegenheit sich auszutauschen.
Fotos: Pressereferat, Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.