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Bremens Beliebtheit bei Touristen und Geschäftsreisenden wächst stetig. 

Im siebten Folgejahr konnte das Statistische Landesamt Bremen einen Zuwachs der Ankünfte und Übernachtungen in den gewerblichen Beherbergungsbetrieben (mit mehr als 10 Betten) verzeichnen. 2017 checkten 1.112.435 Menschen in Stadtbremer Hotels und Hostels ein. Das ist ein Plus von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Sie blieben im Schnitt 1,8 Nächte und brachten damit 2.039.490 Übernachtungen – 1,7 Prozent mehr als im Jahr 2016. Im Land Bremen wuchsen die Ankünfte auf 1.329.820 (plus 3,8 Prozent) und die Übernachtungen auf 2.448.008 (plus 1,9 Prozent).
"Die Bedeutung des Wirtschaftsfaktors Tourismus wächst Jahr für Jahr", sagte Wirtschaftssenator Martin Günthner auf der Jahrespressekonferenz der Bremer Touristik-Zentrale am Montag (5.3.2018). "Die erfolgreiche Tourismusentwicklung fundiert auf einer guten und strategischen Zusammenarbeit zwischen privaten und öffentlichen Leistungsträgern, und die städtischen sowie privaten Investitionen zahlen sich aus. Mehr als 33.000 Menschen bestreiten im Bundesland inzwischen ihren Lebensunterhalt durch den Tourismus."
Bei rund vierzig Millionen Tagesbesuchen geben Tagesgäste jährlich etwa 1.348 Millionen Euro aus (durchschnittlich 33,70 Euro pro Besuch). Die Übernachtungsgäste mit gut zwei Millionen Übernachtungen in gewerblichen Betrieben haben pro Kopf und Tag durchschnittliche Ausgaben von 186 Euro (ca. 372,2 Millionen Euro). Hinzu kommen Ausgaben von Gästen auf Campingplätzen und bei den geschätzten zwei Millionen Verwandten- und Familienbesuchen. Rund 1,77 Milliarden Euro beträgt demnach der Brutto-Umsatz durch Tages- und Übernachtungstourismus in der Stadt Bremen. Rund 181 Millionen Euro fließen dem Fiskus der Freien Hansestadt Bremen durch Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer aus dem Tourismus zurück. Hinzu kommen kommunale Steuern wie zum Beispiel die Citytax.
Um die erfolgreiche Tourismusentwicklung auch strategisch fortzuschreiben, hatte der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen im Mai 2017 den Prozess zur Erstellung einer Landestourismusstrategie 2025 angestoßen und im Oktober 2017 die zeitgleiche Erarbeitung einer kommunalen Tourismusstrategie für die Stadt Bremen beauftragt. In einem mehrstufigen Beteiligungsverfahren haben sich 160 Personen aus der gesamten Tourismuswirtschaft, aus Verwaltung und Politik intensiv mit ihren Ideen, Gedanken und Vorschlägen zur zukünftigen Tourismusentwicklung eingebracht. "Die Entscheidung, einen offenen, gemeinsamen und ressortübergreifenden Entwicklungsprozess zu forcieren, hat sich bewährt!", so der Senator.
v.l. Ursula Carl, Peter Siemering, Martin Günthner und  Dr. Andreas Cors
v.l. Ursula Carl, Peter Siemering, Martin Günthner und Dr. Andreas Cors
 
Die Präsentation der Ergebnisse erfolgt am Abend des 5. März 2018 in Bremerhaven. "So viel sei aber schon einmal verraten", sagte Günthner auf der BTZ-Pressekonferenz, "neben den zwei starken touristischen Themen "Kulturelles Erbe" mit Rathaus, Marktplatz, Schnoor, Schlachte und Weser sowie den "Erlebnis- und Wissenswelten", die auch zukünftig ganz vorne stehen werden, sind zwei neue Geschäftsfelder hinzugekommen, die den Genuss und die Kultur als Reiseanlass und Erlebnis der Stadt Bremen betonen. Damit sollen auch neue Zielgruppen angesprochen werden. Denn das ist es, was wohl jeder in seinem Urlaub tun möchte: genießen. Ob Ruhe oder Abenteuer, genussvoll soll es sein." Messen, Tagungen und Kongresse werden weiterhin eine hervorgehobene Stellung einnehmen. "Ziel des zukünftigen Tourismusmarketings ist sowohl die weitere Steigerung des Tagesreisevolumens als auch die Steigerung der Hotelgäste auf 2,9 Millionen Übernachtungen bis 2025", erklärte Senator Günthner. "Wir sind gespannt, wie die Teilnehmenden des heutigen gemeinsamen Landestourismusforums das weiterentwickelte Ergebnis reflektieren werden", so Günthner.
Touristen aus aller Welt reisen an die Weser
Dr. Andreas Cors, Abteilungsleiter Wirtschaft beim Statistischen Landesamt Bremen gab im Verlauf der Pressekonferenz einen tieferen Einblick in die Struktur der Gästedaten, die das Statistische Landesamt im Laufe des Jahres von den Hotels erhält. So kamen 2017 achtzig Prozent aller Übernachtungsgäste aus Deutschland, insgesamt waren es 880.960 Gäste (plus 3,9 Prozent), die 1.600.711 Übernachtungen (plus 1,8 Prozent) buchten. Die Zahl der ausländischen Gäste stieg im gleichen Zeitraum um 2,8 Prozent, die ausländischen Übernachtungen stiegen um 1,6 Prozent.
Der wichtigste ausländische Quellmarkt sind nach wie vor die Niederlande. Hier verzeichnete das Statistische Landesamt 52.650 Übernachtungen (plus 1,8 Prozent). Es folgten wie erwartet Großbritannien (37.399 Übernachtungen, minus 11,1 Prozent), das im Reiseverkehr noch immer unter der Brexitentscheidung und dem schwachen Pfund leidet, sowie die USA (28.216 Übernachtungen, plus 9,7 Prozent). Trotz eines enormen Zuwachses von 19,2 Prozent bei den Übernachtungen lag China nach wie vor auf einem guten zehnten Platz.
Entspannte Stimmung in der Hotellandschaft
Wenn es nach dem aktuellen Konjunkturreport der Handelskammer geht, sind die bremischen Hoteliers und Gastronomen mit ihrer Geschäftssituation insgesamt zufrieden. Auch die Prognosen fallen im Vergleich zum Herbst wieder deutlich verbessert aus. Die Vorsitzende des Verkehrsvereins der Freien Hansestadt Bremen e. V., Ursula Carl, berichtete während der Pressekonferenz von den aktuellen Zahlen aus der Hotellandschaft. So gab es im vergangenen Dezember 85 Hotels mit insgesamt 10.848 Betten in der Stadt Bremen. Zehn Jahre zuvor waren es noch 73 Hotels mit 7.628 Betten. Das bedeutet einen Bettenanstieg von mehr als vierzig Prozent seit 2007. "Interessanterweise", so Carl, "stieg die Bettenauslastung im selben Zeitraum von 44 Prozent auf 47 Prozent. "Neue Hotels bringen also auch mehr Gäste in die Stadt. Sie betreiben ihr eigenes Marketing, und gerade große Markenhotels haben oft bundesweite Verträge mit Firmen und Verbänden."
Für 2018 und 2019 sind weitere Hoteleröffnungen in Bremen geplant, wie das B&B Hotel in der Überseestadt, das ibis am Hauptbahnhof oder das niu Hotel am Flughafen. Außerdem eröffnet im Mai der Erweiterungsbau des Atlantic Grand Hotels mit weiteren 100 Zimmern und Suiten. Insgesamt kommen damit in Kürze mehr als 600 weitere Betten hinzu.
Tourismusmarketing weltweit
Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik-Zentrale (BTZ) schaute ebenfalls optimistisch auf das laufende Tourismusjahr. Interessant, aber wahr: "Gerade" Jahre wie 2018 sind erfahrungsgemäß die Jahre mit mehr Übernachtungen. Das liegt unter anderem daran, dass dann mehrere große, zweijährig stattfinde Kongresse in der Stadt sind, wie beispielsweise die Fish international, die den Februar belebt. Zudem werden in Bremen Großveranstaltungen wie die Break Bulk und der International Astronautical Congress erwartet. Das Raumfahrtjahr #sternstunden2018, das anlässlich des Astronautenkongresses mit mehr als 100 Veranstaltungen in Bremen gefeiert wird, lässt sich international gut vermarkten. Auf der weltgrößten Tourismusmesse, ITB in Berlin, wird das Thema Hauptaugenmerk am brandneuen Bremen/Bremerhaven-Stand sein.
"Auch in Kunst und Kultur haben wir einige attraktive Sonderausstellungen", sagte Siemering. Dazu gehören beispielsweise die große Terrakottaarmee-Ausstellung in der Überseestadt, "What is love – von Amor bis Tinder" in der Kunsthalle oder "Bike it" im Universum Science Center.
"Genussvoll" ist auch das Thema des zweiten inhaltlichen Schwerpunktes. In Anlehnung an das Themenjahr "Kulinarik" der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT), setzt auch die BTZ hier einen Schwerpunkt mit #tastebremen. Alle touristisch relevanten Angebote, vom Walking Dinner bis zur Brauereiführung, vom Eisfest bis zur Lebkuchenmanufaktur und natürlich typisch Bremisches wie Besuche in Kaffeeröstereien oder dem dem Ratskeller finden die Gäste übersichtlich zusammengestellt, mit vielen Insidertipps und direkt buchbar im Internet unter www.bremen-tourismus.de/tastebremen.
"Wir werben weltweit auf über dreißig Messen, in Newslettern, Presse und Onlinemedien", berichtete der Tourismuschef. "Unser Schwerpunkt ist das Marketing in Deutschland, nichtsdestotrotz müssen wir die großen europäischen Quellmärkte weiterhin bespielen, gerade wenn die Zahlen aus Europa aufgrund von Brexit, Terrorangst, geänderten Flugverbindungen und anderen Widrigkeiten derzeit rückläufig sind." Verstärkt arbeitet die Touristik-Zentrale online in den sozialen Netzwerken. Nachdem in 2017 ein großer Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Bloggern gesetzt wurde, wird es 2018 eine ausgewogene Mischung der klassischen Pressearbeit und der Arbeit mit Online-Influencern geben.
"Wir bespielen inzwischen viele verschiedene Online-Kanäle. Neben unserer Internetseite und dem eigenen Blog haben wir Auftritte auf Facebook, Twitter, Instagram. Pinterest, Google+ und Youtube – mit stetig wachsenden Nutzerzahlen.
"Aber auch die Bremer selbst sind uns sehr wichtig – sie sind die wichtigsten Multiplikatoren im Tourismusmarketing, denn Mundpropaganda und glaubhafte positive Testimonials sind absolut entscheidend. Aus diesem Grund findet 2018 zum dritten Mal die Aktion "Bremer erleben Bremen" statt. Für zehn Euro pro Person, Nacht und Stern können Bewohner der Stadt dann kostengünstig die Vorzüge der Bremer Hotellerie erleben.
"Besonders wichtig ist uns dabei die gute Zusammenarbeit aller Bremer Beteiligten, seien es die einzelnen touristischen Leistungsträger, Kollegen von der Wirtschaftsförderung, die Partner vom Airport Bremen, die Unterstützer aus der Verwaltung und natürlich die 500 Mitglieder des Verkehrsvereins Bremen."
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Die gute Nachricht vorweg: Gut 17.000 mehr Touristen übernachteten im ersten Halbjahr 2017 in Stadtbremer Hotels, Pensionen und auf Campingplätzen. Insgesamt waren es 551.557 Gäste, ein Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Doch sie blieben 2017 nicht so lange in der Hansestadt wie 2016. Damit sanken die Übernachtungszahlen von Januar bis Juni 2017 leicht um 0,7 Prozent auf 936.989 Übernachtungen. Im Durchschnitt blieben die Touristen und Geschäftsleute 1,8 Nächte in einem der gewerblichen Beherbergungsbetriebe. Ein Jahr vorher waren es noch 1,9 Nächte, wie der neueste Bericht des Statistischen Landesamtes Bremen deutlich macht. Auch im Bundesland Bremen zeigt sich dieser Unterschied mit 614.367 Ankünften (+ 3,3 Prozent) und 1.124.750 Übernachtungen (- 0,9 Prozent).
Nach wie vor kamen etwa achtzig Prozent der Gäste in der Stadt Bremen aus Deutschland. Bei ihnen verzeichnete das Statistische Landesamt ein Plus von 3,9 Prozent bei den Ankünften und einen Rückgang von 0,8 Prozent bei den Übernachtungen. Die Ankünfte aus dem Ausland stiegen um 1,5 Prozent (Übernachtungen minus 0,4 Prozent). Die wichtigsten Auslandsmärkte bleiben die Niederlande (23.554 Übernachtungen, plus 7,5 Prozent), Großbritannien (18.795 Übernachtungen, minus 8,6 Prozent) und die USA (11.884 Übernachtungen, minus 2,2 Prozent). Die Rückgänge aus dem Vereinigten Königreich sind zu großen Teilen auf die Pfundverluste durch die Brexit-Entscheidung zurückzuführen.
BTZ-Stadtführung in Bremen
BTZ-Stadtführung in Bremen
Übernachtungszahlen schwanken stark im Monatsvergleich
Der Tourismus im Jahr 2017 begann zurückhaltend. Während das Statistische Landesamt im Januar einen Rückgang der Übernachtungszahlen um 1,6 Prozent maß, waren es im Februar sogar minus 8,5 Prozent. März und April lagen knapp unter den Vorjahresmonaten, doch ab Mai ging es mit einem Prozent bergauf. Der Juni glänzte gar mit einem Plus von 5,4 Prozent.
Mögliche Gründe für die Schwankungen im Monatsvergleich sind nicht leicht zu bestimmen. Hauptsächlich macht sich ein statistischer Effekt aus dem Februar 2016 bemerkbar: Die Übernachtungen waren damals um fast neun Prozent in die Höhe geschnellt, allein aus den Niederlanden wurde ein Plus von 30 Prozent verzeichnet. „Ursache war die alle zwei Jahre stattfindende Messe ‚Fish international‘“, erklärt Peter Siemering, Geschäftsführer der Bremer Touristik Zentrale (BTZ). Dieses Plus konnte im Februar 2017 nicht gehalten werden, denn der Februar 2017 lag gleichauf mit dem Vergleichsmonat 2015. „Wäre der Februar 2016 nicht so ungewöhnlich gut gewesen, hätten wir in diesem Jahr sogar ein Plus bei den Übernachtungen“, so Siemering. Positiv betrachtet er die Tatsache, dass insgesamt mehr Gäste an die Weser kamen, sogar aus dem Ausland. „Jetzt gilt es, sie zum längeren Bleiben zu bewegen.“ Ein Großteil der Bremer Übernachtungen wird durch Geschäftsreisende generiert. Der Rückzug großer Unternehmenszentralen aus der Hansestadt sowie Sparzwänge in Unternehmen sind häufig ein Grund für entfallene oder verkürzte Dienstreisen. „Das merken wir dann deutlich in der Hotellerie“, erklärt der Tourismuschef. Viele buchen inzwischen auch über Online-Portale in privaten Ferienwohnungen. „Innerhalb von acht Monaten kamen dort 2016 allein bei Airbnb zusätzliche 33.000 Übernachtungen zustande“, so Siemering.
Ausblick für Restjahr 2017 optimistisch
„Grundsätzlich besteht noch kein Grund zur Sorge, aber wir dürfen auf keinen Fall nachlassen und uns auf den Lorbeeren der erreichten Zwei-Millionen-Marke bei den Übernachtungen 2016 ausruhen“, mahnt BTZ-Geschäftsführer Peter Siemering. „Die Konkurrenz schläft nicht. Deutschlandweit verzeichnen die Bundesländer ein Plus von drei Prozent.“
Städtereisen liegen laut Siemering weiterhin im Trend und trotz Terrorangst reisten die Deutschen nach wie vor gerne – besonders im eigenen Land. „Wir brauchen aber ein intensives Marketing und überregional wirksame Großveranstaltungen, um noch mehr Gäste nach Bremen zu locken. Große Kongresse und Messen sorgen zudem für eine längere Verweildauer der Geschäftsreisenden.“
Im zweiten Halbjahr 2017 stehen traditionell die großen Publikumsmagneten wie Musikfest, Freimarkt und Weihnachtsmarkt auf dem Kalender. Überregional attraktive Sonderausstellungen starten üblicherweise ebenfalls im Herbst: In diesem Jahr eröffnet die Kunsthalle ihre Beckmann-Schau, das Paula Modersohn-Becker-Museum zeigt „Schlaf – eine produktive Zeitverschwendung“ und das Übersee-Museum will mit „Cool Japan“ die Besucher anlocken.
Üblicherweise stehen im Herbst und Winter außerdem größere Kongresse auf dem Programm. So werden zum DSAG Jahreskongress, dem größten Event für SAP-Anwender, vom 26. bis 28. September 2017 knapp 4.000 Teilnehmer erwartet. Und vom 1. bis 3. Dezember finden die 8. Deutschen Kurzbahnmeisterschaften der Masters im Schwimmen mit zirka 1.000 Beteiligten in Bremen statt.
www.bremen-tourismus.de

Foto: Michael Bahlo / BTZ Bremer Touristik-Zentrale
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Der 15. Oktober ist der letzte Tag der Alex in der Überseestadt. Danach zieht sie dauerhaft an die Bremer Schlachte.

Im April 2015 hieß es "Herzlich willkommen, Alexander von Humboldt" in der Bremer Überseestadt. Die bekannte und komplett renovierte Dreimast-Bark mit den grünen Segeln machte im Europahafen als Hotel- und Gastronomieschiff fest. Jetzt, nach rund eineinhalb Jahren, verabschiedet sich das Schiff aus der Überseestadt – und sagt "Hello again" an der Bremer Schlachte.
"Es war stets geplant, die Alex an die Schlachte und somit direkt in die Bremer Innenstadt zu holen", so Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. Die Stippvisite in der Überseestadt diente vor allem zur Überbrückung, ehe der nötige neue Ponton an der Weserpromenade Schlachte fertiggestellt werden konnte. "Allerdings", so Günthner", "bot die Überseestadt eine wunderbare Kulisse für die Alex und der Empfang dort im letzten Jahr war einfach toll." Nun erhalte Bremen mit dem Umzug der Alex in die City ein zusätzliches Wahrzeichen.

Noch wartet sie im Europahafen in der Überseestadt auf ihren Umzug in die Bremer Innenstadt: die "Alexander von Humboldt" (WFB/Ingo Wagner)
 
Straffes Programm bis zur Wiedereröffnung
Am Samstag, 15. Oktober 2016, öffnet die Alex zum letzten Mal ihre "Luken" im Europahafen in der Überseestadt. Beim Umzug an den neuen Liegeplatz an der Schlachte müssen einige Brücken unterfahren werden – und dafür stehen die Masten des Schiffes derzeit noch im Weg. Daher zieht die Alex am 17. Oktober zunächst an die Louis-Krages-Pier um, wo die Masten gelegt werden.
Der Umzug der Alexander von Humboldt erfolgt dann noch vor Sonnenaufgang am Montag, dem 24. Oktober. Voraussichtlich zwischen 6 und 7 Uhr begibt sich das weltbekannte Schiff auf seine wahrscheinlich letzte Reise an die Schlachte.
"Hier installieren wir dann die Masten wieder, richten uns ein, stellen alle Anschlüsse her und so weiter. Das wird ein wenig Zeit in Anspruch nehmen", sagt Florian Peters, Geschäftsführer der Alexander von Humboldt. Er und sein Team wollen aber versuchen, Schiffsbesichtigungen für Interessierte zu ermöglichen – ohne, dass auf der Alex Hotel- und Gastronomiebetrieb herrscht. Entsprechende Termine werden kurzfristig bekannt gegeben.
Offiziell nimmt die Alex ihren Betrieb ab dem 7. November 2016 auf. Zunächst empfängt die "Besatzung" geladene Gäste und dankt damit allen am Projekt beteiligten Personen. Ab 15 Uhr ist die Alex dann für alle Besucher geöffnet. "Richtig groß gefeiert wird nächstes Jahr", so Peters. "Dann ist das Wetter wieder besser, die Temperaturen wärmer und die neue Saison kurz vor dem Start."
Die Termine im Überblick:

  • Samstag, 15.10.2016
    letzter Tag der Alex im Europahafen
  • Montag, 17.10.2016
    Umzug an die Louis-Krages-Pier
  • Montag, 24.10.2016
    Verholung der Alex an die Schlachte
    (voraussichtlich 6-7 Uhr morgens)
  • Montag, 7.11.2016
    ab 15 Uhr: Die Alex hat geöffnet!
.Sofort.Credit


Ab Frühjahr 2017 wird es im Überseepark einen Kiosk sowie eine Toilettenanlage geben 

 Geplant war es bereits seit einiger Zeit, jetzt wird es konkret: Der Überseepark in der nordwestlichen Überseestadt bekommt einen Kiosk sowie eine Toilettenanlage. Die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH, die im Auftrag des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen für die Vermarktung und Entwicklung der Überseestadt zuständig ist, hat nun einen potenziellen Betreiber für beide Einrichtungen gefunden. Derzeit werden die Planungen konkretisiert, sodass der Mietvertrag in Kürze unterschrieben werden kann. Da die Saison 2016 bereits weit fortgeschritten ist, eröffnen Kiosk und WCs aber erst zum Frühjahr 2017.

Containerlösung erinnert an Geschichte
Vor dem geschichtlichen Hintergrund des Standortes – der Überseepark liegt dort, wo sich einst der Überseehafen befand – und der räumlichen Nähe zur Industrie- und Hafenwirtschaft kristallisierte sich schnell eine Containerlösung zur Gestaltung des Park-Kiosks heraus. Außerdem stellte sich während der Planungsphase heraus: Genau hier landete vor rund 50 Jahren der erste Container in der Stadt Bremen an. Gemeinsam mit dem Architekturbüro 2m10 wurde daher ein Entwurf entwickelt, der Kiosk und Toilettenanlage in See-Containern unterbringt. Etwa mittig im Überseepark (nahe des Tanzbodens) werden die beiden 40 und 30 Fuß großen Container platziert. Einer dient als Kiosk, der andere wird die WCs beherbergen. Ein sogenanntes All-Wetter-Segel soll beide Container miteinander verbinden und einen darunterliegenden befestigten Platz überspannen. Dort können Tische und Stühle platziert werden, an denen sich Getränke und kleine Snacks einnehmen lassen.
Der Toiletten-Container bietet sowohl Platz für Herren-WCs sowie ein Damen-/Behinderten-WC als auch für einen kleinen Lagerraum.
Dank der Bereitschaft des Kioskbetreibers, auch die Reinigung der WC-Anlagen zu übernehmen, können die Pläne nun umgesetzt und in Kürze in die Tat umgesetzt werden. Es ist derzeit geplant, den Kiosk ab 2017 von etwa März bis Oktober wochentags ab frühen Nachmittag und am Wochenende ganztags zu öffnen – je nach Wetterlage.
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Denkort Bunker Valentin bekommt Anschluss für Fahrradtouristen
Bremen, 2. Juni 2016. Der Denkort Bunker Valentin ist seit Donnerstag, 2. Juni 2016, an den Weser-Radweg angeschlossen. Hinzu kommen eine Radinformationsanlage und die fahrradgeeignete- und barrierefreie Zufahrt zum Besucherzentrum des Bunkers sowie eine Radabstellanlage, die aus Mitteln des radtouristischen Projekts „Bremen bike it! finanziert wurde.

„Wir haben ein Konzept für Radinformationsanlagen erarbeitet. Diese stehen in Bremen und im Bremer Norden an Stellen, an denen Radfahrer die Stadt und die Innenstadt erreichen und an den Bahnhöfen“, erläutert Jens Joost-Krüger, der bei der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH für Bremen bike it! zuständig ist. Die Informationsanlagen sind Tafeln mit zwei Seiten. Die Übersichtsseite liefert ankommenden Radfahrern eine Grundorientierung, wo in der Stadt sie sich befinden und welche Wege des bremischen Radwegenetzes von dieser Stelle in die Stadt hinein und durch die Stadt hindurchführen. In die Karte sind alle für Radfahrer wichtigen Einrichtungen und Informationen eingetragen. Die andere Seite zeigt den Nahbereich des Standortes und weist auf von dort erreichbare interessante Sehenswürdigkeiten  hin.
„Der Weser-Radweg im Norden Bremens auf der Höhe des Denkortes Bunker Valentin ist für uns ein besonders wichtiger Ort für eine Radinformationsanlage. Hier wollten wir unbedingt eine Tafel aufstellen, auch um auf den neuen Denkort und die neue Zugänglichkeit des Bunkers und des Bunkergeländes hinzuweisen“, so Joost-Krüger. „Aus der Zusammenarbeit mit dem Denkort und dem dort tätigen Planungsbüro ist eine perfekte Anbindung des Weser-Radweges an den neuen Denkort Bunker Valentin gelungen.“
Der in einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zum beliebtesten Radwanderweg in Deutschland gewählte Weser-Radweg ist über 500 Kilometer lang und führt vom Weserbergland bis zur Nordsee. „Wir freuen uns sehr, dass der Anschluss an den Weser-Radweg zustande gekommen ist. Viele unserer Besucherinnen und Besucher kommen mit dem Fahrrad und haben nun einen optimalen Zugang zum Gelände. Gleichzeitig ist der Weg so ausgelegt, dass der Denkort nun vollständig berrierefrei ist. Das war uns von Anfang an ein Anliegen", berichtet Dr. Marcus Meyer, wissenschaftlicher Leiter des Denkortes Bunker Valentin.
Dies bestätigt auch Christoph Theiling vom Planungsbüro p+t protze + theiling GbR, der das Konzept mit entwickelt hat: „Den Weser-Radweg an den Denkort Bunker Valentin anzuknüpfen und gleichzeitig Bremens Qualitäten als Ziel für Fahrradbegeisterte zu verbessern, ergibt eine sinnvolle Kombination für alle Beteiligten. Ein rundum positives Projekt."
Weitere Informationen zum Weser-Radweg gibt es unter www.weser-radweg.de. Infos zum Denkort Bunker Valentin sind unter www.denkort-bunker-valentin.de zu finden und alles rund um das Projekt Bremen bike it! unter www.bremen.de/bike-it.

Bremen bike it!
Im Auftrag des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen koordiniert die WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH eine Arbeitsgruppe, die eine offensive radtouristische Kommunikation Bremens und Bremerhavens erarbeitet. Dafür stehen die neuen Logos in Bremens Markenarchitektur: Bremen bike it! und Bremerhaven bike it!. Aus dem Projekt hervorgegangen sind bisher unter anderem die Radtouren „Kuh, Knipp und Kult“ (Blockland), „Berg und Wal“ (Bremen-Nord), „Fisch und Schipp“, „Wasser, Wind und Wiesen“ (Bremerhaven), „Schlachte, Werder, Übersee“ entlang der Weser, „Mittenmang und umzu“ durch die Innenstadt und die kostenlose mehrsprachige BikeCitizens-App. Weiter Informationen gibt es unter www.bremen.de/bike-it und www.bremerhaven.de/bike-it.

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Ein Vergleich zu den Vorjahren vor 2014 ist nur noch bedingt zulässig. Der Grund dafür liegt in der Qualitätsverbesserung des erhobenen Zahlenmaterials mit Einführung des polizeilichen Vorgangsbearbeitungssystems "Artus". Fehlende oder falsche Angaben in der bisherigen Erfassung werden seit 2014 durch Plausibilitätsprüfungen ausgeschlossen. Bei einem 5-Jahres-Vergleich haben daher die Zahlen nur einen eingeschränkten Aussagewert.
Gleichwohl ist festzustellen: Die Verkehrsunfallzahlen steigen in Bremen wie auch im Bundesgebiet weiter an. Ebenso die Zahl der Verunglückten. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Abstand/Geschwindigkeit ist dagegen wieder rückläufig. Ebenso die Zahl der verunglückten Kinder. Auch die Verkehrsunfälle mit Radfahrern sind rückläufig und damit einhergehend auch die Zahl der Verunglückten.
Verkehrsunfallstatistik 2015 mit Erläuterungen
Verkehrsunfallentwicklung im Lande Bremen 2015 und in den letzten 5 Jahren
Die Gesamtunfallzahlen haben sich in Bremen und Bremerhaven ungefähr gleich entwickelt. Sie sind in beiden Städten weiter gestiegen. Die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden sind zu geringer Abstand, fehlerhaftes Abbiegen und Missachtung der Vorfahrt. Die häufigsten Unfälle im Straßenverkehr ereignen sich zwischen PKW und PKW. Im Weiteren ist die Zahl der Unfälle zwischen PKW und Radfahrer auffällig. Die Zahl der Verunglückten im Land Bremen steigt weiterhin leicht an. Bremerhaven kann einen leichten Rückgang verzeichnen. Das Land Bremen liegt mit dieser Entwicklung im Bundestrend.
Getötete, Schwerverletzte, Leichtverletzte
Die Zahl der Getöteten, Schwer- und Leichtverletzten ist in Bremerhaven gesunken. In der Stadt Bremen ist in allen Gruppen eine Steigerung zu verzeichnen. Die Zahl der Getöteten ist in der Stadt Bremen auf dem Höchststand der letzten 5 Jahre. Es sind jedoch keine Auffälligkeiten etwa hinsichtlich eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Altersgruppe erkennbar. In jedem Einzelfall haben verschiedene Ursachen zu diesem tragischen Ausgang geführt. Kinder wurden nicht Opfer eines tödlichen Verkehrsunfalls.
Verkehrsunfälle mit der Unfallursache Geschwindigkeit und Abstand
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Abstand/Geschwindigkeit ist wieder rückläufig. Sie ist zwar immer noch auf einem hohen Niveau, befindet sich aber deutlich unter der Zahl der letzten zwei Jahre.
Eine genauere Betrachtung hat ergeben, dass die Abstandsunfälle insbesondere in den Hauptverkehrszeiten angestiegen sind. Dabei ist es häufig zu Blechschäden gekommen. Es wird vermutet, dass vor allem Berufspendler während der Fahrt durch andere Einflüsse abgelenkt sind. Dies sind u.a. das Telefonieren mit und ohne Freisprecheinrichtung, Schreiben von Nachrichten mit Smartphones oder Tablets, intensive Unterhaltung mit anderen Fahrzeuginsassen und laute Musik.
Geschwindigkeitsbedingte Verkehrsunfälle führen auch häufig zu Verletzungen bei den Beteiligten. Je höher die Geschwindigkeit, desto schlimmer die Verletzungen und die Zahl der Verletzten. Geschwindigkeitsbedingte Verkehrsunfälle bleiben daher auch in 2016 ein polizeilicher Schwerpunkt in der Unfallbekämpfung.
Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Kindern
Achtung! Vergleichbarkeit zu den Vorjahren nur bedingt möglich -siehe oben-
Die Unfallzahlen in der Zielgruppe der Kinder sind wieder rückläufig. Nur in Bremerhaven ist ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Die 12 bis 15-jährigen Radfahrer und Radfahrerinnen verunglücken am häufigsten.
Die Bekämpfung von Verkehrsunfällen mit Beteiligung von Kindern wird auch in den nächsten Jahren ein wichtiges Thema sein.
Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren
Achtung! Vergleichbarkeit zu den Vorjahren nur bedingt möglich -siehe oben-
Die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Senioren und Seniorinnen sind in Bremen und Bremerhaven weiter angestiegen. Die Zahl der dabei Verunglückten ist aber insgesamt rückläufig. Nur in Bremerhaven steigt diese Zahl leicht an.
Die Einwohnerzahl der Senioren 65 bis 74 Jahre ist in der Stadt Bremen rückläufig (63.946 in 2011; 58.386 in 2015*), dafür steigt die Anzahl der über 75-jährigen stark an. (52.596 in 2011; 58.860 in 2015).
*Daten StaLa Bremen, Stand 01.01.2015
Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern
Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern ist erstmals wieder rückläufig. Auch die Zahl der Verunglückten sinkt in Bremen und Bremerhaven. Trotzdem ist in dieser Zielgruppe die Wahrscheinlichkeit verletzt zu werden aufgrund fehlender Knautschzonen sehr groß. In 2015 starben in der Stadt Bremen insgesamt vier Radfahrer an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Erstmals ist ein Pedelec-Fahrer tödlich verunglückt. Ansonsten ist die Anzahl der beteiligten Pedelec-Fahrer eher gering. Sind sie jedoch in einen Verkehrsunfall verwickelt, sind ihre Verletzungen durch die höheren gefahrenen Geschwindigkeiten auch größer.
Untersuchungen haben ergeben, dass gerade in urbanen Gebieten ÖPNV und Radnutzung an erster Stelle stehen. Bei jungen Menschen vollzieht sich der Wertewandel dahingehend, dass der eigene PKW und der Erwerb der Fahrerlaubnis an Attraktivität verlieren. Ab 50 Jahren steigt man dann aus gesundheitlichen oder ökologischen Gründen wieder aufs Rad. Die Gruppe wird also größer und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Radfahrern in den nächsten Jahren steigen wird.
Die Polizei reagiert neben repressiven Verkehrskontrollen auch mit präventiven Maßnahmen. In der ressortübergreifenden Arbeitsgruppe "Rad" unter der Federführung des Verkehrssenators werden in der Stadt Bremen regelmäßig Themen rund ums Rad erörtert.
Die TOP 3 der örtlichen Unfallbrennpunkte
Bei den "TOP 3 – Brennpunkten" wird nach der Anzahl der Verkehrsunfälle gesamt sowie nach der Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschäden an Verkehrsknoten differenziert. Um vor allem die schweren Verkehrsunfallfolgen zu reduzieren, konzentriert sich die Arbeit der sog. Verkehrsunfallkommissionen in Bremen und Bremerhaven insbesondere auf folgende Brennpunkte:
Bremen
  1. Am Stern
  2. Stephanibrücke (Strecke)
  3. Am Brill / Bgm.-Smidt-Straße
Bremerhaven
  1. Elbinger Platz / Elbestraße / Columbusstraße
  2. Stresemannstraße / Grimsbystraße
  3. Hafenstraße / Lloydstraße / Grimsbystraße
Viele Verkehrsunfälle ereignen sich im ruhenden Verkehr, sogenannte Parkrempler, und haben eher leichtere Sachschäden zur Folge. Nahezu jeder vierte Verkehrsunfall geht in Bremen und jeder fünfte in Bremerhaven mit einem unerlaubten Entfernen vom Unfallort einher. Anzahl steigend. Das unerlaubte Entfernen vom Unfallort stellt eine Straftat dar. Die Polizei weist nochmals darauf hin, dass auch jeder Parkrempler polizeilich zu melden ist bzw. wenigstens der Austausch der Personalien zwischen den Unfallbeteiligten stattfinden muss.
Ausblick:
Da Verletzungen in der Regel mit geschwindigkeitsbedingten Unfällen einhergehen und gerade Radfahrer davon sehr betroffen sind, wird eine Senkung der Verkehrsunfälle im Bereich Geschwindigkeit angestrebt. Die in 2014 begonnene Optimierung der Verkehrsüberwachung im Bereich des ruhenden und fließenden Verkehrs wird in 2016 weitergeführt. Dadurch könnte sich eine Verbesserung der Verkehrssituation insgesamt einstellen.
Europaweit widmen sich derzeit Verkehrsexperten dem Phänomen "Ablenkung" im Straßenverkehr. Durch den verstärkten Einsatz von Telekommunikation, auch während der Fahrt, intensiven Gesprächen zwischen dem Fahrzeugführer und anderen Fahrzeuginsassen sowie Nahrungsaufnahme während der Fahrt, kommt es verstärkt zur Ablenkung des Fahrers, der dadurch erheblich in seiner Konzentration beeinträchtigt wird. Es wird vermutet, dass die hohe Zahl der Abstandsunfälle hierfür ein Beleg sein könnte.
Das Risiko einen Unfall zu verursachen, steigt nach Expertenmeinung der Unfallforschung beim Telefonieren mit einem Mobiltelefon um das Fünffache. Aber auch Radfahrer und Fußgänger sind gefährdet. Diese tragen häufig Kopfhörer und sind somit oft stark vom Verkehrsgeschehen abgelenkt.
Die Polizei führt deshalb weiterhin Schwerpunktmaßnahmen durch, um die Verkehrsteilnehmer und Verkehrsteilnehmerinnen zu sensibilisieren und Informationsbroschüren zu verteilen. 2015 wurde in Bremen und Bremerhaven die Kampagne des Deutschen Verkehrssicherheitsrat zum Thema "Ablenkung" unterstützt. Auch 2016 wird dieses Thema seitens der Polizei weiter begleitet.
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Die Zahl der Übernachtungsgäste in Bremen ist erneut gestiegen. Von Januar bis Juni 2015 verzeichneten die gewerblichen Beherbergungsbetriebe nach Angaben des Statistischen Landesamtes 490.299 Ankünfte, das ist ein Plus von 5,7 Prozent. Und da sie im Schnitt 1,9 Nächte in der Stadt Bremen blieben, ergeben sich daraus 923.057 Übernachtungen, ein Anstieg von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Bundesland zählten die Statistiker im ersten Halbjahr 580.561 Ankünfte (+ 5,5 Prozent) und 1.096.784 Übernachtungen (+ 5,6 Prozent).
Wirtschaftsfaktor Tourismus
"Wir sind auf dem richtigen Weg", freut sich Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner. "Der Tourismus in Bremen steigt seit Jahren. Prozentual sogar stärker als in vielen andere deutschen Großstädten. Damit zeigt sich, dass unsere Investitionen in touristische Angebote sich auszahlen. Das rundum erneuerte Science Center des Universum Bremen, die neue Erlebnisausstellung in der botanika oder der Großsegler Alexander von Humboldt, der nun endgültig in der Hansestadt liegt, sind nur einige der spannenden Angebote, die mit Unterstützung der Stadt in diesem Jahr die Gäste anlocken." Und das lohnt sich, denn der Wirtschaftsfaktor Tourismus ist wichtig für die Stadt. So werden in Bremen rund 1,7 Milliarden Euro Bruttoumsatz durch den Tourismus erwirtschaftet. Etwa 31.000 Menschen leben hier von dieser Branche. Allein im Gastgewerbe des Bundeslandes Bremen arbeiten über 17.000 Erwerbstätige. Für die kommenden Jahre arbeitet das Ressort beim Wirtschaftssenator derzeit am Tourismusprogramm 2025, das sich mit zukünftigen Zielgruppen und Strategien beschäftigt.
Volle Hotelbetten durch Gäste aus Deutschland und Europa
Von den knapp 500.000 Übernachtungsgästen kamen fast achtzig Prozent aus Deutschland. Die wichtigsten Auslandsmärkte waren wie auch schon in den Vorjahren Großbritannien mit 21.182 Übernachtungen (plus 10,7 Prozent) und die Niederlande (17.657 Übernachtungen, plus 4,1 Prozent). Um Platz drei liefern sich Frankreich (12.745 Übernachtungen, plus 5,2 Prozent) und Spanien (12.392 Übernachtungen, minus 3,5 Prozent) ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
Insgesamt verzeichnete das Statistische Landesamt im Juni 88 Hotels mit 10.757 Betten. 2005 waren es noch 72 Hotels mit 7.179 Betten. Das sind fast 3.000 Betten mehr in zehn Jahren, ein Plus von knapp vierzig Prozent. "Auch wenn es auf den ersten Blick paradox klingt, aber die steigende Zahl von Hotels erhöht nicht unbedingt den Konkurrenzdruck unter den Häusern, sondern bringt mehr

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