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Nach
ersten Erkenntnissen entwickelte sich zwischen dem 35 Jahre alten
Angreifer und dem 29-jährigen neuen Freund seiner Ex-Lebensgefährtin
zunächst ein verbaler Streit, der dann eskalierte. Der 35-Jährige
flüchtete mit dem Auto und warf das Tatmesser nach eigenen Angaben im
Bereich der A 270 aus dem Wagen. Zur Absuche sperrte die Polizei ein
Autobahnteilstück sowie die Bundesstraße 74 bis in die Abendstunden. 



Beim
Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bewegte sich der aus 33 Fahrzeugen
bestehende Konvoi mit lautem Hupen über die Violenstraße in Richtung Am
Wall. Einzelne Teilnehmer lehnten sich aus dem fahrenden Auto und
schossen mit Schreckschusswaffen. Über den Domshof konnten Rauchschwaden
und der Geruch von Schwarzpulver wahrgenommen werden. Der Konvoi wurde
Am Wall/Herdentorsteinweg gestoppt. Fahrzeuge die gewendet hatten wurden
an der Bischofsnadel gestoppt. Es wurden von allen Fahrzeugführern die
Personalien festgehalten. Ihnen wurde deutlich gemacht, dass das
gezeigte Verhalten nicht toleriert wird und sämtliche Verstöße
konsequent verfolgt werden. Die meisten Teilnehmer zeigten sich während
der polizeilichen Maßnahmen weitestgehend kooperativ und einsichtig. Es
wurden diverse Strafanzeigen sowie Verkehrsordnungswidrigkeits-Anzeigen
gefertigt. Zwei Gaswaffen, diverse Magazine mit Munition, zwei
Teleskopschlagstöcke und ein Ein-Handmesser wurden beschlagnahmt.
Der Räuber hatte
den Kiosk betreten und sofort die Kassiererin aufgefordert, die Kasse zu
öffnen. Dabei richtete er eine silberne Schusswaffe auf sie. Als die
Kasse geöffnet war, entnahm er das Geld daraus und flüchtete in die
Erlenstraße. Der Räuber trug eine dunkle Hose, einen hellen, beigen
Kapuzenpullover und eine schwarze Bauchtasche. Er wurde als schlank bzw.
sehr dünn, sportlich und mit gestutztem Vollbart beschrieben. Er soll
etwa 175-180 cm groß und ca. 20 bis 25 Jahre alt sein.
Ein Aufkleber wies die Pistole zudem als
Waffe mit mehr als der für "Spielzeuge" erlaubten 0,5 Joule
Bewegungsenergie aus. Der Waffe fehlte dafür auch das eingeprägte
F-Prüfzeichen. Die Waffen werden kriminaltechnisch untersucht, um die
teilweise nur technisch prüfbaren Verstöße gegen das Waffengesetz
festzustellen. Außerdem ist der Umgang mit stärkeren Softair-Waffen nur
Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. 

Sonntagvormittag wurde im Bremer
Ortsteil Grohn ein 23 Jahre alter Mann durch Messerstiche schwer
verletzt. Die Polizei nahm drei Männer vorläufig fest. 
