„Kein Platz für Rassismus“ bei der Feuerwehr Bremen – reicht dafür eine Bank?

 

Philipp Heßemer, Leiter der Feuerwehr Bremen (links), und Senatorin Dr. Claudia Schilling (2. von links) weihen die Bank zusammen mit einer Vertreterin und einem Vertreter des Kulturladens Huchting ein. Foto: Sozialressort


Vor einer Feuerwache in Bremen steht jetzt eine sogenannte Vielfaltsbank mit der Botschaft: „Kein Platz für Rassismus.“

Die Aussage dahinter ist richtig und wichtig. Trotzdem darf man sich fragen, wie viel eine solche symbolische Aktion im Alltag tatsächlich bewirken kann.

Denn Rassismus verschwindet nicht dadurch, dass eine Bank aufgestellt oder ein Schild angebracht wird. Entscheidend ist, was innerhalb einer Organisation passiert: Wie gehen Kolleginnen und Kollegen miteinander um? Wie reagieren Führungskräfte auf diskriminierende Aussagen? Und werden Probleme tatsächlich angesprochen und konsequent verfolgt?

Gerade Vorgesetzte tragen dabei eine besondere Verantwortung. Wenn Menschen in leitenden Positionen rassistische oder diskriminierende Äußerungen dulden oder selbst von sich geben, kann das schnell Auswirkungen auf das gesamte Arbeitsklima haben. Eine Bank vor dem Gebäude hilft dann nur wenig.

Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Die Feuerwehr Bremen setzt nicht ausschließlich auf diese symbolische Aktion. Laut Senat gibt es dort unter anderem eine Stabsstelle für Vielfalt und Antidiskriminierung sowie Schulungs- und Fortbildungsangebote.

Die entscheidende Frage bleibt deshalb nicht, ob eine Bank aufgestellt wird, sondern ob die Botschaft darauf jeden Tag auch innerhalb der Feuerwehr gelebt wird.

Denn gegen Rassismus helfen am Ende vor allem klare Regeln, gute Führung, Aufklärung und Menschen, die einschreiten, wenn Grenzen überschritten werden.

Ein Schild kann Haltung zeigen. Veränderung entsteht aber erst durch Handeln.

Philipp Heßemer, Leiter der Feuerwehr Bremen (links), und Senatorin Dr. Claudia Schilling (2. von links) weihen die Bank zusammen mit einer Vertreteri

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