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Zwei 17-jährige Jugendliche wurden am selben Abend zweimal im Bahnhof Lüneburg festgenommen. Am Mittwochabend stahlen sie um 20:30 Uhr zunächst ein Handy und verletzten um 23:10 Uhr drei Männer mit Pfefferspray. In beiden Fällen hatten sie sich den Opfern zunächst mit der Bitte um Zigaretten genähert.
Im ersten Fall gelang es den beiden Marokkanern, einem 36-jährigen Mann das Smartphone aus der Hosentasche zu ziehen. Sie entfernten sich schnell, fielen aber auf und warfen das Handy auf Gleis 1 in ein Gebüsch. Weil eine Angehörige die Nummer wählte, klingelte es und wurde gefunden. DB-Sicherheitsmitarbeiter kamen rechtzeitig dazu: Sie hinderten die Jugendlichen daran, in einen Zug nach Uelzen zu steigen. Bundespolizisten nahmen sie vorläufig fest und fertigten eine Strafanzeige. Um 20:50 Uhr wurden sie entlassen.
Anstatt die Hansestadt mit dem nächsten Zug zu verlassen, kehrten die Jugendlichen irgendwann zum Bahnhof zurück. Gegen 23:00 Uhr baten sie auf Gleis 5 drei Männer (23, 31, 54) und eine Frau (20) um Zigaretten. Als das abgelehnt wurde, rempelten sie die Frau an. Daraus entstand nach ersten Ermittlungen eine Rangelei mit den drei Männern, in deren Folge die 17-Jährigen Pfefferspray versprühten und die Männern traten. Zwei der Männer (31, 54) wurden wegen starker Augenreizungen mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus eingeliefert. Der 20-Jährige klagte über Unterleibsschmerzen, wollte sich aber nicht behandeln lassen.
Zwei Streifenwagen der Polizei Lüneburg waren zuerst am Tatort und nahmen die Jugendlichen fest, um sie kurz darauf an die Bundespolizei zu übergeben. Pfefferspraydosen wurden sichergestellt.
Aufgrund des jugendlichen Alters und festem Wohnsitz wurden die Beschuldigten mit der Auflage entlassen, zu ihrem Wohnort zurückzukehren. Die Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls und gefährlicher Körperverletzung werden fortgesetzt. Insbesondere zum Angriff gegen 23:10 Uhr bittet die Bundespolizei Lüneburg um weitere Zeugenhinweise: Telefon 04131-872240
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Die Polizei Bremen beginnt am Freitagabend, 4. November, im Rahmen einer einjährigen Pilotphase mit dem Einsatz mobiler Videoüberwachungsgeräte - den sogenannten Body-Cams.
Beispielbild


Aufgrund der hohen Zahlen von Widerstandshandlungen und Gewaltdelikten, mit denen Polizeibeamte konfrontiert werden, soll die Kamera als ergänzendes Element der Deeskalation und als Mittel der polizeilichen Eigensicherung eingesetzt werden. Mit den anlassbezogenen Aufzeichnungen sollen potentielle Gewalttäter abgeschreckt werden, da die aufgezeichneten Daten auch in einem sich anschließenden Strafverfahren verwendet werden dürften.
Im Rahmen eines einjährigen Pilotprojektes soll festgestellt werden, ob sich eine präventiv abschreckende Wirkung potentieller Gewalttäter auch durch eine mobile Form der Bild- und Tonaufzeichnung erzielen lässt. Darüber hinaus soll der Einsatz mobiler Videoüberwachung sowohl dem Schutz- wie auch dem Eigensicherungsgedanken der Beamten dienen. Die Eigensicherung umfasst nicht nur die Verhütung von Angriffen auf Polizeibeamte durch die abschreckende Wirkung der offenen Bildbeobachtung, sondern auch die vorsorgende Beweismittelsicherung, um und den Sachverhalt rechtssicher für alle Beteiligten aufklären zu können.
Der Einsatz der mobilen Videoüberwachungssysteme erfolgt ausschließlich im öffentlichen Raum und ist zunächst auf die Bereiche der Disko-Meile und der Sielwallkreuzung begrenzt. Die kameraführenden Beamten tragen während des Dienstes offen erkennbar eine Weste mit dem Aufdruck "Videodokumentation". Für den Probelauf wurden sieben Kamerasysteme beschafft. Diese werden von den hierfür eingewiesenen und beschulten Einsatzkräften genutzt. Die Aufnahmen werden nur anlassabhängig angefertigt und dienen so einer beweisrelevanten Dokumentation von Straftaten; eine ständige oder anhaltende Videoüberwachung findet nicht statt. Alle gespeicherten Aufzeichnungen, deren Aufbewahrung nicht zur Verfolgung von Straftaten erforderlich ist, werden automatisch nach zwei Monaten gelöscht.
Polizeipräsident Lutz Müller: "Wir wollen herausfinden, ob der Einsatz von Body Cams neben einer guten Schutzausstattung und ständig angepasster Aus- und Fortbildung ein weiterer Mosaikstein zum Schutz meiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist. Dazu sorgt der Einsatz weiter für Transparenz beim polizeilichen Einschreiten. Bodycams können dazu beitragen schwierige Einsatzsituationen zu entschärfen und diese zeitgleich dokumentieren. Diese Chance wollen wir nutzen."
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Gespräche mit Betriebsrat und Werksleitung sowie ein Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter-Dialog waren die Schwerpunkte im Programm für den Besuch von Bremens Bürgermeister Dr. Carsten Sieling am heutigen Mittwoch (2. November) im Bremer Werk von Mercedes-Benz. Der Termin stand zwar schon länger in den Kalendern von Carsten Sieling und Werksleiter Peter Theuer, passte aber gut zu den richtungsweisenden Entscheidungen aus der vorigen Woche, mit denen der Automobilstandort Bremen künftig noch mehr Beachtung erfahren wird - Stichwort: Elektromobilität.
Carsten Sieling und Peter Theurer (Mitte) im Gespräch mit Beschäftigten des Mercedes-Benz Werks in Bremen
 
Carsten Sieling lobte bei seinen Gesprächen den engagierten Einsatz der Belegschaft, die vor allem den Erfolg des mittlerweile weltweit produktionsstärksten Werkes von Mercedes-Benz möglich macht, aber auch die hohe Identifikation von Werksleitung und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Produktionsstandort im Bremer Stadtteil Sebaldsbrück. Sieling: "Bremen ist eine Stadt der Mobilität, eine Stadt der innovativen Autos! Das ist in der letzten Woche noch mal sehr ausdrücklich durch den Vorstandsvorsitzenden DIeter Zetsche betont worden: Der Zuschlag für die EQ-Serie ist ein Riesenerfolg - für das Werk, aber natürlich auch für Bremen. Dazu hat nicht zuletzt das hohe Engagement der Belegschaft beigetragen, das ich auch heute hier vor Ort ganz konkret sehr gut erleben konnte."

"Das Mercedes-Benz Werk Bremen pflegt als 'Stadt in der Stadt' ‎den direkten Dialog mit seinen Nachbarn und den Interessensgruppen in der Region. 

Der Besuch von Bürgermeister Sieling unterstreicht den Stellenwert dieses gemeinsamen Austauschs", sagt Peter Theurer, Leiter Produktion und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Bremen, und ergänzt: "Unser Werk ist aktuell ausgezeichnet unterwegs – ein Erfolg, den wir unserer starken Bremer Mannschaft zu verdanken haben. Es freut mich sehr, dass diese Leistung auch von außen Anerkennung erfährt und der Bürgermeister sich ausführlich den Fragen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestellt hat. Für die Herausforderungen der nächsten Jahre, etwa bei den Themen digitaler Wandel oder neue Technologien, setzen wir auf die Politik als einen verlässlichen Partner."
Foto: Jan Rathke
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Heute Nacht fuhr die Polizei Bremen in das Klinikum-Mitte. Dort war gegen ein Uhr eine Person mit einer Kohlenmonoxydvergiftung eingeliefert worden. Ermittlungen ergaben als Auslöser einen defekten Ofen in einer Shisha-Bar in der Innenstadt.
Der geschädigte 50-Jährige hatte sich in der Bar aufgehalten und eine Shisha geraucht. Plötzlich sei er in Ohnmacht gefallen. Die alarmierten Rettungskräfte stellten eine Kohlenmonoxidvergiftung bei ihm fest. Er wurde umgehend ins Krankenhaus gebracht.
Anschließend kamen Polizeibeamte, gemeinsam mit der Feuerwehr, in der Shisha-Bar zum Einsatz: das Messgerät zeigte ein erhöhtes Kohlenmonoxid-Aufkommen in der Raumluft an. Die Ursache hierfür fanden die Einsatzkräfte im dort vorhandenen Ofen. In diesem Brenngerät werden Kohlenstücke zum Betrieb einer Shisha-Pfeife vorgeglüht. Die gebrochene Glasscheibe des Ofens und der fehlende fachmännische Abzug führten vermutlich zum lebensgefährlichen Rückstau des Gases.
Der weitere Betrieb des Ofens wurde sofort untersagt. Frischluft wurde den Räumlichkeiten zugeführt. Informiert sind nun auch das Bauordnungsamt, der Schornsteinfeger sowie das Gewerbeaufsichtsamt. Eine Strafanzeige wegen Fahrlässiger Körperverletzung wurde gefertigt. Die Ermittlungen hierzu dauern an.
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Seit Dienstag, 1. November 2016, wird die 14-jährige Leonie Köck aus der Bremer Neustadt vermisst. Leonie hat gestern gegen 14:10 Uhr das Klinikum Bremen-Ost ohne Absprache verlassen und kehrte seitdem nicht zurück.
Das Mädchen ist auf ärztliche Hilfe angewiesen. Vermutlich hat Leonie öffentliche Verkehrsmittel benutzt um in die Bremer Innenstadt zu gelangen.
Die Vermisste ist 163 cm groß, auffallend schlank, hat dunkelblonde lange Haare, braune Augen, einen blasser Teint und ein schmales Gesicht.
Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens war sie mit einem dunkelgrünen Parka, schwarzen Leggings und einem dunklen Pullover bekleidet.
Die Polizei fragt: Wer hat Leoni Köck gesehen oder kann Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen.
Hinweise bitte an den Kriminaldauerdienst, Tel.: 0421 / 362-3888 oder jede andere Polizeidienststelle.
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Im Rahmen gemeinsamer Aktionstage haben Bedienstete der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Bremen gemeinsam mit Bediensteten der zuständigen kommunalen Behörden in den Bundesländern Bremen und Niedersachsen in den vergangenen Tagen verschiedene Bauvorhaben kontrolliert.
In Bremen wurden bei der gemeinsamen Prüfung auf 3 Baustellen insgesamt 90 Personen in 27 Unternehmen kontrolliert. Im Fokus lagen dabei auch Baustellen für öffentliche Vorhaben. Im Zuge der Kontrolle ergaben sich in 22 Fällen Anhaltspunkte für Verstöße gegen die geltenden Bestimmungen. Dabei handelte es sich in 5 Fällen um den Verdacht der Schwarzarbeit.
In Bremerhaven wurden bei dieser Aktion acht Baustellen geprüft. Hier wurden insgesamt 35 Personen bei 11 Firmen kontrolliert und 22 Verstöße erfasst.
Im Rahmen dieser Kontrollen am Aktionstag wurden sechs ukrainische Arbeitnehmer eines polnischen Nachunternehmers angetroffen, bei denen sich der Verdacht des illegalen Aufenthalts ergab. Die Arbeitnehmer verfügten lediglich über ein Visum für den Aufenthalt in Polen und nicht über ein sogenanntes Schengen-Visum. Damit fehlte ihnen auch die notwendige Arbeitsgenehmigung für Deutschland. Die Pässe wurden einbehalten und an die Ausländerbehörde weitergeleitet.
Finanzsenatorin Karoline Linnert sagte dazu: "Es ist auch ein Anliegen dieses Aktionstags, zugewanderte Menschen davor zu schützen, in unkontrollierten Arbeitsverhältnissen ausgebeutet zu werden.
Der Aktionstag ist eine wichtige Maßnahme, mit der wir die Einhaltung des Mindestlohns unter die Lupe nehmen und natürlich Schwarzarbeit und Sozialleistungsbetrug bekämpfen.".
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Wirtschaftssenator Martin Günthner hat die grundsätzlichen Positionen der EWE zur Weiterentwicklung des Bremer Energieversorgers swb begrüßt. Günthner bezog sich dabei auf Interviewäußerungen des Vorstandsvorsitzenden der EWE, Matthias Brückmann. Brückmann hatte darin angekündigt, dass SWB die Marke für die beiden Standorte Bremen und Bremerhaven bleiben werde. Günthner: "Dies ist als klares Bekenntnis zu verstehen, die swb nicht zerschlagen zu wollen."
Günthner wertete es zudem als positiv, dass EWE beabsichtige, den Bereich Energiehandel mit knapp 100 Beschäftigten neu in Bremen zu positionieren. Günthner: "Dies ist ein ermutigendes Signal für den Energiestandort Bremen." Auch das Bekenntnis zur Energieerzeugung in Bremen, die auch die Zukunft des Bremer Müllheizwerkes betreffe, sei ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil einer Zukunftsstrategie. Günthner: "Mit diesen Überlegungen hat EWE eine Plattform geschaffen, auf der die weiteren Gespräche mit dem Bremer Senat geführt werden können." Für eine gemeinsame Position sei es zudem unverzichtbar, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der swb für die weiteren Schritte zu gewinnen.. Sofort.Credit

Zwei Männer haben heute kurz nach Abfahrt des IC 2226 aus dem Bremer Hauptbahnhof die Notbremse gezogen, weil sie ihren Ausstieg verpasst hatten.
Der Zug war auf der Fahrt nach Hamburg. Sie betätigten die Türnotentriegelung und liefen über die Gleise zurück zum Bahnsteig 9. Mitarbeiter der DB Sicherheit hielten sie fest und übergaben sie an die Bundespolizei. Durch den Vorfall musste der Bahnbetrieb im Bremer Hauptbahnhof kurzzeitig eingestellt werden.
Verursacher sind ein 53-jähriger Amerikaner und ein 32-jähriger Kroate. Der Amerikaner hat keinen festen Wohnsitz in Deutschland. Durch die Staatsanwaltschaft wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 300 EUR festgesetzt. Der 32-jährige Kroate hat dagegen einen festen Wohnsitz in Deutschland. Nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen wurden sie auf freiem Fuß belassen.
Die Bundespolizeiinspektion Bremen ermittelt wegen des Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen. Außerdem müssen die Männer mit zivilrechtlichen Forderungen der Bahn rechnen: Aufgrund ihres leichtsinnigen Verhaltens verspäteten sich 15 Züge um insgesamt 185 Minuten.
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